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Was dir niemand über Thunfisch aus der Dose und Quecksilber erzählt hat

Isst du Thunfisch aus der Dose und denkst, er sei gesund? Möglicherweise nimmst du mehr Quecksilber zu dir, als empfohlen, ohne es zu wissen. Finde heraus, warum die Art der Thunfischkonservierung den Einfluss auf deinen Körper komplett verändert und welche Sorte du meiden solltest.
Von Thomas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Warum du über die Fischart hinaus schauen solltest

Quecksilber ist eines der giftigsten Metalle, das über Fisch auf unseren Tisch gelangen kann, und nicht alle Sorten in Dosen enthalten es in der gleichen Menge. Laut der Ärztin Isabel Viña reicht es nicht aus, einfach einen „guten Fisch“ auszuwählen; auch die Art der Konservierung spielt eine Rolle. Sie betont, dass Thunfisch in Naturamari in der Regel die sicherste Option ist, wenn man die Exposition gegenüber diesem Schwermetall reduzieren möchte.

Unterschiede in der Quecksilberkonzentration

Thunfisch in Öl oder in Marinade kann bis zu 10 Mikrogramm mehr Quecksilber pro Dose enthalten als der natürliche Thunfisch. Diese Differenz, obwohl sie klein erscheint, summiert sich bei regelmäßigem Verbrauch und kann die empfohlenen Werte überschreiten, insbesondere bei gefährdeten Gruppen wie Schwangeren, Kindern und Stillenden.

Der Grund dafür ist einfach: Quecksilber löst sich besser in fetthaltigen Medien. Daher wird bei der Konservierung des Fisches in Öl (sei es Olivenöl, Sonnenblumenöl oder in Marinade) ein Teil des Quecksilbers auf die Flüssigkeit übertragen, die wir dann zusammen mit dem Produkt konsumieren.

Was tun, wenn du nur Thunfisch in Öl zu Hause hast

Viña empfiehlt, das Öl aus der Dose immer zu entfernen, bevor du den Thunfisch isst, und es durch ein frisches, hochwertiges Öl wie natives Olivenöl extra zu ersetzen. So vermeidest du, das Öl zu konsumieren, das möglicherweise während des industriellen Verfahrens Quecksilber angesammelt hat, und verbesserst das Nährstoffprofil des Gerichts.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Quecksilber

Eine chronische Exposition gegenüber Quecksilber kann das Nervensystem ernsthaft schädigen, insbesondere weil es die Myelinschicht angreift, die schützend um die Neuronen liegt. Ihr Abbau wird mit einem höheren Risiko für psychische und neurologische Erkrankungen, wie Demenzen, in Verbindung gebracht.

Wie viel Quecksilber ist zu viel und welche Fische vermeiden?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit legt ein wöchentliches Limit von 1,3 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht fest. Eine Person mit 70 Kilogramm sollte beispielsweise nicht mehr als 3 ½ Dosen Thunfisch pro Woche konsumieren.

Neben dem hellen Thunfisch gibt es weitere Fischarten, die große Mengen an Quecksilber ansammeln: roter Thunfisch, Patagonischer Thunfisch, Schwertfisch, Hai, Hecht und Makrele. Für diejenigen, die diese weiterhin konsumieren, wird empfohlen, die Ballaststoffaufnahme in der Ernährung – durch Hülsenfrüchte, Samen, Nüsse, Gemüse und Obst mit Schale – zu erhöhen, um die Ausscheidung von Schwermetallen über die Leber zu erleichtern.

Quelle: El Español.

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