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Was dir niemand über Kaffee und Cholesterin erzählt hat: Eine Studie enthüllt eine überraschende Methode zur Vermeidung von Risiken

Eine aktuelle schwedische Studie analysiert, wie die Zubereitungsmethode von Kaffee deine Cholesterinwerte beeinflussen kann. Das Ergebnis? Eine gängige Zubereitung könnte dir helfen, Risiken zu vermeiden, ohne auf Kaffee verzichten zu müssen. Entdecke, welche Art von Kaffee diesen Vorteil birgt und welche du einschränken solltest.
Von Thomas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Kaffee ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags, aber seine Beziehung zum Cholesterin hat über Jahre hinweg Verwirrung gestiftet. Jetzt bietet eine fundierte Forschung eine neue Perspektive: Das Geheimnis liegt nicht darin, auf Kaffee zu verzichten, sondern darin, wie wir ihn zubereiten. Im Folgenden erkunden wir, was die Wissenschaftler über die Verbindungen im Kaffee herausgefunden haben und welche Methode am sichersten ist, um ihn weiterhin unbesorgt genießen zu können.

Kaffee hat kein Cholesterin, kann aber dessen Rückgang beeinflussen

Lange Zeit glaubte man, dass Kaffee eine negative Auswirkung auf das Herz hat, teilweise wegen seines Koffeingehalts. Neueste Forschungen zeigen jedoch, dass Kaffee an sich kein Cholesterin enthält. Das Problem liegt in zwei Verbindungen, die in seinen Ölen vorkommen: Cafestol und Kahweol. Diese lipophilen Diterpene sind in der unverarbeiteten Bohne nicht enthalten, sondern werden beim Mahlen und Zubereiten als Getränk freigesetzt. Je nach Filtermethode gelangen diese Verbindungen mehr oder weniger in den Körper.

Beide Diterpene haben dokumentierte Vorteile: entzündungshemmende Eigenschaften, mögliche antidiabetische Effekte und sogar Vorteile für die Knochengesundheit. Dennoch stört insbesondere Cafestol die FXR-Rezeptoren in der Leber, was die Eliminierung von schlechtem Cholesterin (LDL) verringert und dessen Werte im Blut erhöhen kann.

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Die Forschung, die Ordnung in dieses Chaos bringt

Ein Team der Universitäten Uppsala und Chalmers in Schweden hat sich die Aufgabe gesetzt, die Menge an Cafestol und Kahweol in verschiedenen Zubereitungsmethoden genau zu messen. Dazu analysierten sie 11 Maschinen in Büros, darunter Superautomaten, die den Kaffee frisch mahlen, solche, die gemahlenen Kaffee verwenden, und einige, die flüssiges Konzentrat nutzen. Diese Kaffees wurden auch mit Methoden wie der French Press, gekochtem Kaffee und Espresso verglichen.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Gekochter Kaffee enthält die höchsten Niveaus an Diterpenen, während gefilterter Kaffee – wie der klassische Bürokaffee, der in einer Kanne mit Papierfilter zubereitet wird – diese signifikant reduziert. Selbst das Kochen von Kaffee und anschließende Filtern erzielt denselben schützenden Effekt.

Sollten bestimmte Zubereitungen vermieden werden?

Obwohl gefilterter Kaffee als die sicherste Option herauskam, wurden einige Variationen zwischen Maschinen und Methoden klar. Zum Beispiel hatten Maschinen mit flüssigem Konzentrat niedrige Diterpenwerte, während Espresso-Maschinen sehr inkonsistente Daten zwischen den Proben zeigten, ohne klare Erklärung. Wissenschaftler glauben, dass dies von Variablen wie der Kaffeesorte, der Temperatur, der Kontaktzeit oder sogar dem Mahlgrad abhängen könnte.

Dennoch betonen sie, dass die Stichprobengröße begrenzt war und dass umfangreichere und langfristigere Studien notwendig sind, um die tatsächlichen Auswirkungen dieser Verbindungen auf die kardiovaskuläre Gesundheit zu bestätigen. Außerdem wurden andere Lipide wie Triglyceride nicht berücksichtigt, die ebenfalls betroffen sein könnten.

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Welchen Kaffee sollte ich dann trinken?

Zurzeit lautet die Empfehlung nicht, auf Kaffee zu verzichten, sondern ihm mehr Aufmerksamkeit bei der Zubereitung zu schenken. Wenn du regelmäßig gekochten Kaffee oder French Press-Kaffee trinkst, könnte es sich lohnen, öfter zu gefiltertem Kaffee zu greifen. Und wenn du Espresso bevorzugst, wäre es ideal, weiter zu forschen oder gelegentlich zu variieren. Die Wissenschaft schreitet voran, aber du kannst bereits informiertere Entscheidungen treffen.

Die perfekte Tasse hängt nicht nur vom Geschmack ab, sondern auch von dem, was du nicht siehst.

[Quelle: Xataka]

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