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Wissenschaft

Was dir niemand über Flaschenwasser gesagt hat: Wissenschaftler warnen vor den Risiken

Leitungswasser, doch Wissenschaftler haben eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein hoher Prozentsatz der Wasserflaschen mit Schadstoffen belastet ist – zusätzlich zu den gravierenden Umweltfolgen, die sein Konsum mit sich bringt.
Von Lucas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Ist Flaschenwasser wirklich sicherer? Was Forscher herausgefunden haben

Die meisten Menschen halten Flaschenwasser für qualitativ hochwertiger als Leitungswasser. Doch ein Forscherteam hat diese weit verbreitete Vorstellung infrage gestellt.

Wissenschaftler des Weill Cornell Medicine in Katar veröffentlichten eine Studie in der Fachzeitschrift BMJ Global Health, in der sie auf die potenziellen Gefahren von Flaschenwasser hinweisen. Ihren Ergebnissen zufolge enthielten zwischen 10 % und 78 % der analysierten Proben gesundheitsschädliche Substanzen.

Zu den häufigsten Verunreinigungen gehören Mikroplastik, Phthalate und Bisphenol A (BPA). Diese Chemikalien stammen aus dem Plastik der Flaschen und können ins Wasser gelangen – besonders, wenn die Flaschen über lange Zeit gelagert oder hohen Temperaturen ausgesetzt sind.

Experten betonen, dass weltweit fast zwei Milliarden Menschen auf Flaschenwasser angewiesen sind, da sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Doch für Menschen, die über qualitativ hochwertiges Leitungswasser verfügen, ist der Konsum von Flaschenwasser oft eher eine Frage der Bequemlichkeit oder des Marketings als eine echte Notwendigkeit.

Ein Problem, das über die Gesundheit hinausgeht

Neben den gesundheitlichen Risiken warnen Forscher auch vor den wirtschaftlichen und ökologischen Folgen des hohen Flaschenwasserkonsums.

Die Produktion und der Transport von Plastikflaschen verursachen enorme Mengen an Plastikmüll und CO₂-Emissionen. Zusätzlich gibt es ein weiteres Risiko: Wird Flaschenwasser zu lange gelagert oder der Sonne ausgesetzt, gelangen noch mehr Plastikschadstoffe ins Wasser.

Darüber hinaus sind die finanziellen Kosten erheblich. Flaschenwasser kann bis zu 500-mal teurer als Leitungswasser sein, ohne dass es immer eine bessere Qualität bietet.

Wissenschaftler empfehlen Leitungswasser

Daher raten Experten, Leitungswasser zu bevorzugen, wenn es sicher und trinkbar ist. Es ist nicht nur günstiger und umweltfreundlicher, sondern auch frei von vielen der in Flaschenwasser gefundenen Schadstoffe.

Die Wissenschaftler fordern eine dringende Neubewertung des massenhaften Flaschenwasserkonsums – nicht nur wegen der versteckten Gesundheitsrisiken, sondern auch wegen der ökologischen und wirtschaftlichen Kosten.

Quelle: Huffpost

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