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Wissenschaft

War ein grundlegendes Element der Schlüssel zum Bau der Pyramiden? Eine überraschende Entdeckung deutet darauf hin

Eine neue Entdeckung könnte alles verändern, was wir über den Bau der ägyptischen Pyramiden zu wissen glaubten. Forscher haben einen versteckten, uralten Wasserweg identifiziert, der eine entscheidende Rolle beim Transport der Baumaterialien gespielt haben könnte. Wie beeinflusste er die Lage der Pyramiden? Und welche weiteren Geheimnisse könnte er über das Alte Ägypten enthüllen?
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Seit Jahrhunderten gibt der Bau der ägyptischen Pyramiden Rätsel auf und hat zu zahlreichen Theorien geführt. Doch eine neue Studie legt nahe, dass Wasser eine zentrale Rolle bei der Errichtung dieser Monumente gespielt haben könnte.

Dank modernster Satellitentechnologie wurde ein verschwundener Arm des Nils entdeckt, der möglicherweise den Transport riesiger Steinblöcke erheblich erleichterte. Diese Entdeckung verändert nicht nur unser Verständnis der altägyptischen Ingenieurskunst, sondern könnte auch noch weitere Geheimnisse ans Licht bringen.

Ein verschwundener Fluss, der mit den Pyramiden verbunden war

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© iStock.

Die Studie wurde von Dr. Eman Ghoneim geleitet, der mithilfe von Radarsatellitendaten das Niltal analysierte und dabei einen unterirdischen Flusslauf entdeckte. Diese alte Wasserstraße, die den Namen Ahramat-Arm erhielt, erstreckte sich von Gizeh bis Fayum und verlief in unmittelbarer Nähe von 38 Pyramiden.

Die Bedeutung dieser Entdeckung liegt in ihrer möglichen Verbindung zum Pyramidenbau. Laut Ghoneim hatte dieser Nilarm eine beachtliche Breite, vergleichbar mit dem heutigen Fluss. Falls er vor 4.700 Jahren aktiv war, hätte er eine perfekte Transportroute für schwere Baumaterialien geboten und somit den Bau der gigantischen Pyramiden erheblich erleichtert.

Waren die Pyramiden einst antike Häfen?

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© Pexels – AXP Photography.

Eine der faszinierendsten Hypothesen dieser Forschung ist die Möglichkeit, dass die Pyramiden strategisch an den Ufern dieses alten Nilarms errichtet wurden, um als „Taltempel“ zu dienen – also als zentrale Anlaufstellen für die per Wasser transportierten Baumaterialien.

Noch ist unklar, ob diese Wasserstraße während der Bauzeit der Pyramiden tatsächlich aktiv war. Sollte sich dies bestätigen, würde es nicht nur die Logistik ihres Baus erklären, sondern auch unser Wissen über die Geografie des Alten Ägypten grundlegend verändern.

Mehr als nur Pyramiden: Die Spur verlorener Städte

Die Entdeckung des Ahramat-Arms könnte nicht nur neue Erkenntnisse über den Pyramidenbau liefern, sondern auch zur Ortung längst vergessener Städte und Siedlungen beitragen.

Als sich die Nilarme im Laufe der Jahrtausende verschoben oder austrockneten, wurden viele Siedlungen aufgegeben und schließlich unter Sand begraben.

Laut Ghoneim könnten diese versunkenen Städte noch immer unter der heutigen Landschaft verborgen sein – und warten darauf, wiederentdeckt zu werden. Falls künftige Forschungen ihre Existenz bestätigen, könnte dies zu einer der bedeutendsten archäologischen Enthüllungen über das Alte Ägypten führen.

Diese Entdeckung wirft eine entscheidende Frage auf: Wie viele Geheimnisse des alten Ägyptens schlummern noch immer unter dem Wüstensand?

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