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Wissenschaft

Was ist los mit STEVE? Neue Entdeckung verleiht dem Polarlicht-ähnlichen Rätsel eine neue Wendung

Trotz seiner schimmernden violetten Lichterscheinung am Nachthimmel ist STEVE eigentlich ein ziemlich komplizierter Typ.
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Lesezeit 3 Minuten

STEVE, ein seltsames Band aus violettem und grünem Dunst was 2016 von Bürgerwissenschaftlern entdeckt wurde, ist nun noch seltsamer. Beim Durchsehen von Archivdaten entdeckte ein Team von Wissenschaftlern, dass das polarlichtähnliche Phänomen einen geheimen Zwilling hat, der sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt.

Ein Foto von STEVEs vermisstem Geschwisterchen über der norwegischen Arktis wurde in den Archiven der All-Sky-Digitalkamera der Forschungsstation Ramfjordmoen in Norwegen gefunden, laut einer neuen Studie veröffentlicht in Erde, Planeten und Weltraum.

Starke Erhöhung der thermischen Emissionsgeschwindigkeit, auch bekannt als STEVE, wurde erstmals auf Fotos in der Facebook-Gruppe „Aurora Chasers“ gesichtet, wo er als ungewöhnliche violette Streifen am Nachthimmel erschien. Der Name STEVE wurde zu Ehren des Kinderfilms gewählt. Ab durch die Hecke, in dem eine Figur zufällig den Namen STEVE erfindet, um ein Objekt zu beschreiben, bei dem sie sich nicht sicher ist. STEVEs vollständiger Name wurde später so zusammengesetzt, dass er zu seinem Akronym passt.

Obwohl es etwa zur selben Zeit wie das Nordlicht erscheinen kann, stimmen seine ausgeprägten Farben nicht mit den Grün-, Blau- und Rottönen überein, die man normalerweise bei Polarlichtern sieht. Zudem dauern Polarlichter meist mehrere Stunden, während STEVE den Himmel nur für kurze Zeit ziert.

STEVE und die Milchstraße am Childs Lake, Manitoba, Kanada.
STEVE und die Milchstraße am Childs Lake, Manitoba, Kanada. Photo: Krista Trinder/ESA

Die Wissenschaftler waren natürlich fasziniert und begannen, das seltsame, polarlichtähnliche Phänomen zu untersuchen. Bei näherer Betrachtung wurde STEVE als ein sich schnell bewegender Strom aus extrem heißem Gas kategorisiert, der als sub-aurorale Ionendrift bezeichnet wird.

Polarlichter entstehen, wenn der Sonnenwind Partikel in Richtung Erde schleudert, die dann vom Magnetfeld des Planeten in Richtung Nord- und Südpol gelenkt werden. Die Partikel kollidieren mit Atomen und Molekülen in der oberen Atmosphäre und erzeugen so das schimmernde grüne Licht, das den Nachthimmel erobert.

STEVE wird durch denselben Prozess ausgelöst, bewegt sich jedoch entlang anderer magnetischer Feldlinien. Daher kann es in viel niedrigeren Breiten auftreten. Doch damit ist STEVEs Seltsamkeit noch nicht zu Ende. Das polarlichtähnliche Phänomen tritt in der Abenddämmerung auf, wenn sich der Strom heißen Gases nach Westen bewegt. Wissenschaftler haben sich schon immer gefragt, ob STEVE ein nach Osten gerichtetes Zwillingsobjekt haben könnte, das im Morgengrauen erscheint.

Dann machte sich ein internationales Forscherteam daran, Archivdaten zu durchforsten und Bilder von Polarlichtern zu durchsuchen, die mit Hilfe von Bürgerwissenschaftlern von der digitalen Himmelskamera der Forschungsstation Ramfjordmoen aufgenommen wurden. Ähnlich wie bei der Entdeckung von STEVE selbst war es der Bürgerwissenschaftler Gabriel Arne Hofstra, der auf einem am 28. Dezember 2021 aufgenommenen Bild ein STEVE-Doppelgängerbild fand.

„Es war unglaublich, zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen beigetragen zu haben und Wissenschaftlern dabei zu helfen, diese Phänomene aufzudecken“, sagte Hofstra in einem Stellungnahme„Für mich ist es ein Beweis dafür, dass wir Bürger durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern zum Verständnis der Welt, in der wir leben, beitragen können.“

STEVEs Zwilling bildete einen Bogen mit einem Durchmesser von über 600 Meilen (1.000 Kilometer) und erschien kurz nach Mitternacht polwärts des grünen Polarlichts, das ebenfalls auf dem Bild zu sehen ist.

Abgesehen von ihren physikalischen Ähnlichkeiten nutzte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ihr Trio von Swarm-Satelliten auch, um Daten über das Magnetfeld zu sammeln, als das Bild von STEVEs Zwilling aufgenommen wurde. Obwohl keiner der Satelliten zur selben Zeit und am selben Ort wie auf dem Himmelsbild direkt durch den Bogen flog, maßen zwei von ihnen die Bedingungen in der violetten Region vor, während und nach dem Ereignis. Anhand der Daten konnten die Wissenschaftler einen nach Osten gerichteten Ionenfluss in der violetten Region verfolgen.

Wenn wir weiterhin in den Nachthimmel blicken, erinnern uns Phänomene wie STEVE daran, dass es jenseits des Sichtbaren immer mehr zu entdecken gibt. Mit jeder neuen Entdeckung bringen uns sowohl Wissenschaftler als auch private Beobachter der Entschlüsselung der Geheimnisse unseres erstaunlichen Planeten näher.

Mehr: 25 faszinierende Fotos vom Nordlicht

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