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Wissenschaft

Schatzsucher wecken einen schlafenden Riesen auf dem Meeresgrund

Mehr als 300 Jahre lang lag ein unermesslicher Schatz verborgen unter den Gewässern Floridas. Doch nun ist es einem Team von Entdeckern gelungen, das Unmögliche zu schaffen: einen Teil dieses versunkenen Mysteriums zu bergen. Und das ist noch nicht alles… Verbirgt sich dort noch mehr?
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Die Ozeane bewahren Geschichten, die die Zeit vergessen wollte. Doch einige Entdecker sind nicht bereit, die Vergangenheit ruhen zu lassen.

Vor der Küste Floridas hat ein Team von Schatzsuchern erreicht, woran viele seit Jahrzehnten scheiterten: Sie haben einen Teil der legendären Schatzflotte von 1715 geborgen.

Die Expedition, angeführt von Kapitän Grant Gitschlag und seiner Partnerin Corinne Lea, hat etwas Erstaunliches ans Licht gebracht: 214 Silbermünzen, die seit mehr als drei Jahrhunderten auf dem Meeresgrund verborgen lagen.

Das Beeindruckendste daran ist, dass diese Münzen nur ein Bruchteil dessen sind, was in den Tiefen liegt. Denn laut Experten wartet der vollständige Schatz noch immer auf denjenigen, der mutig genug ist, ihn zu beanspruchen.

Das Geheimnis der Flotte von 1715

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© iStock.

Die Geschichte der Schatzflotte von 1715 ist eine der rätselhaftesten der Kolonialzeit.

Zwei spanische Flotten, beladen mit Reichtümern aus der Neuen Welt, stachen von Havanna aus in Richtung Spanien in See. Ihre Fracht: Gold, Silber, Juwelen und unschätzbar wertvolle Artefakte.

Doch der Ozean hatte andere Pläne.

Nur eine Woche nach dem Auslaufen gerieten die Schiffe vor der Küste Floridas in einen gewaltigen Hurrikan. Innerhalb weniger Stunden wurden die elf Schiffe vom Meer verschlungen – mit ihnen zwischen 800 und 1.500 Menschenleben sowie eine gewaltige Schatzladung, die sich über den Meeresgrund verteilte.

Seitdem ist dieses Schiffsunglück zu einer Legende geworden. Piraten, Entdecker und Archäologen haben von seinem Reichtum geträumt, doch bislang ist es nur wenigen gelungen, bedeutende Teile des Schatzes zu bergen.

Ein Fund, der das Goldfieber weckt

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© iStock.

Der Fund von über 200 Silbermünzen – bekannt als „Silberkolben“ – ist erst der Anfang.

Jede einzelne Münze ist ein Fragment verlorener Geschichte, ein Beweis dafür, dass es noch immer verborgene Schätze gibt, die auf ihre Entdeckung warten. Und laut Experten ist der Großteil der Reichtümer der Flotte von 1715 noch immer unentdeckt.

Das Expeditionsteam, das von Fleet Queens Jewels LLC unterstützt wird, plant eine Rückkehr an den Fundort. Die Hinweise deuten darauf hin, dass sie möglicherweise kurz davorstehen, etwas noch Größeres zu entdecken – eine Entdeckung, die unser Wissen über dieses legendäre Schiffsunglück verändern könnte.

Welche Geheimnisse birgt der Ozean noch?

Wenn mehr als 300 Jahre Geschichte unberührt auf dem Meeresgrund lagen – wie viele weitere Geheimnisse warten noch darauf, ans Licht zu kommen?

Die Suche ist noch nicht vorbei. Und während sich die Taucher erneut in die dunklen Tiefen hinabwagen, bleibt eine Frage weiterhin im Raum stehen:

Steht die Entdeckung des größten versunkenen Schatzes der Geschichte kurz bevor?

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