Zum Inhalt springen
Wissenschaft

Röntgenaufnahmen enthüllen knotige Überreste einer antiken römischen Militärsandale

Der Schuh – entdeckt in einer fast 2.000 Jahre alten Festung in der Nähe eines bayerischen Dorfes – besteht aus einer Sohle mit Eisennägeln zum Durchqueren von „unebenem Gelände“.
Von

Lesezeit 2 Minuten

Auf den ersten Blick sehen die Überreste einer antiken römischen Sandale eher wie kleine knorrige Kadaver als wie Schuhwerk aus. Doch bei genauerer Betrachtung und mithilfe von Röntgenaufnahmen stellen Archäologen fest, dass die Schuhteile, die sie auf einer antiken Militärstätte gefunden haben, ungewöhnlich gut erhalten sind.

Der Schuh wurde in einer rund 2.000 Jahre alten Festung in der Nähe von Oberstimm, einem Dorf in Bayern, entdeckt. Zu den Überresten gehören eine Sohle und Eisennägel, die laut einer Übersetzung Halt auf „unebenem Gelände“ geboten hätten. Stellungnahme vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD). Normalerweise sind von solchen Schuhwerken nur die Nägel überrestet, aber dies war ein seltener Fall, in dem auch die Sohlen überdauert haben. Archäologen fanden die Überreste in einem Brunnen auf der alten Festung. Vor den Röntgenaufnahmen dachten sie laut einer Erklärung des BLfD, dass die verdrehte Masse die Reste einer alten Sichel enthielt.

„Sogenannte Caligae [Schuhe] wurden während des Römischen Reiches hauptsächlich von römischen Soldaten getragen“, sagt Amira Adaileh, Referentin beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Der Fund zeige jedoch „dass die Bräuche, Lebensweisen und Kleidung, die die Römer nach Bayern mitbrachten, von der einheimischen Bevölkerung übernommen wurden.“ Zu den weiteren Funden an der Stätte gehörten römische Keramik, Speisereste und Werkzeuge.

Photo: Bavarian State Office for Monument Preservation and Marcus Regel/Mareg.net
Photo: Bavarian State Office for Monument Preservation and Marcus Regel/Mareg.net

Auch wenn die Überreste überhaupt nichts mit den heutigen „Gladiatorsandalen“ gemeinsam haben, wirken sie in einer von BLfD veröffentlichten Nachbildung auffallend vertraut – und vielleicht sogar stilvoll; sie zeigt, wie sie ursprünglich ausgesehen haben könnten, als das römische Fort vermutlich zwischen 60 und 130 n. Chr. bewohnt war.

Dieser Inhalt wurde automatisch aus dem Originalmaterial übersetzt. Aufgrund der Nuancen der automatischen Übersetzung kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen.Für die Originalversion, klicken Sie hier.

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel