Revolution aus Spanien: Hologramme ohne Zusatzgeräte
Forschende der Universidad Pública de Navarra (UPNA) haben einen technologischen Meilenstein erreicht. Ihr Projekt hat eine neue Generation von dreidimensionalen Bildern hervorgebracht, die nicht nur frei im Raum schweben, sondern sich auch intuitiv manipulieren lassen – ganz ohne Brillen, Sensoren oder voluminöse Bildschirme.
Interaktive 3D-Displays für alle

In einem bedeutenden technologischen Durchbruch entwickelte das Team der UPNA ein interaktives volumetrisches Display, das es Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, direkt mit 3D-Grafiken zu interagieren. Diese Technologie macht Zusatzgeräte überflüssig und eröffnet damit ein völlig neues visuelles Erlebnis, das für jedermann zugänglich ist.
Projektleiterin Elodie Bouzbib betont, dass ihr Ansatz sich deutlich von der gängigen Vorstellung von Hologrammen unterscheidet: Es handelt sich um ein Display, das dreidimensionale Bilder erzeugt, ohne dass externe Hilfsmittel notwendig sind. Die Nutzer können sich dem Bild nähern und die virtuellen Objekte mit bloßen Händen bewegen – eine viel natürlichere und flüssigere Form der Interaktion.
Der entscheidende Durchbruch: Direkte Interaktion mit 3D-Inhalten
Zwar existierten bereits schwebende Hologramme, die im Raum schweben – doch die Interaktion mit ihnen war bisher stark eingeschränkt. Genau hier setzte das Team der UPNA an und durchbrach diese Grenze: Mit ihrer Technologie namens FlexiVol ist es erstmals möglich, 3D-Grafiken direkt zu manipulieren – fast so, als handle es sich um echte physische Objekte.
Ein weiterer Vorteil: Die Technologie ist ideal für öffentliche Räume geeignet, etwa Museen oder Informationspunkte. Mehrere Personen können gleichzeitig mit der Anzeige interagieren – ganz ohne Wartezeiten oder Gerätepflicht.
Anwendungen und Zukunftsperspektiven für interaktive Hologramme

Dank ihrer Flexibilität und einfachen Bedienung verspricht diese Technologie, zahlreiche Bereiche zu verändern. In der Bildung etwa könnten Schülerinnen und Schüler interaktive 3D-Modelle nutzen, um komplexe Inhalte besser zu verstehen. Museen könnten Ausstellungen schaffen, bei denen Besuchende nicht nur schauen, sondern auch virtuell „berühren“ und aktiv erkunden können.
Auch Branchen wie Architektur und Ingenieurwesen profitieren: Fachkräfte könnten Modelle in Echtzeit drehen, verschieben und analysieren – was zu besseren Entscheidungen und einer effizienteren Zusammenarbeit führt.
Blick in die Zukunft: Mehr als nur visuell
Der Durchbruch bei der Hologramm-Interaktion ist erst der Anfang. Die Forschenden arbeiten bereits daran, die Bilder mit taktilen Rückmeldungen zu erweitern – also mit Berührungsempfindungen. Ziel ist eine noch tiefere Immersion.
Zudem wird erforscht, wie sich Hologramme in Lebensgröße erzeugen lassen – für eine noch realistischere und alltagsnahe Nutzung.
Fazit: Eine neue Ära beginnt
Dieses Projekt zeigt, wie stark sich unsere technologische Umgebung verändern kann. Die Hologramme von morgen werden nicht nur sichtbar, sondern auch greifbar – und könnten schon bald ein fester Bestandteil unseres Alltags sein.