Es gibt viele Arten von Horrorfilmen: Geister, Dämonen, Slasher. Doch der kommende Film Him geht einen anderen Weg – er macht aus dem klassischen Sportdrama einen verstörenden Albtraum über Leistungsdruck, körperliche Grenzerfahrungen und die Schattenseiten des Erfolgs.
Regie führt Justin Tipping, während Horror-Ikone Jordan Peele als Produzent mitmischt.
Vom Football-Held zum gebrochenen Hoffnungsträger
Im Zentrum steht Cameron Cade (gespielt von Tyriq Withers, bekannt aus The Game), ein aufstrebender Football-Star, dem eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch als er von einem fanatischen Fan attackiert wird, endet er mit einer schweren Gehirnverletzung – seine Karriere steht auf der Kippe. Hoffnung keimt auf, als Isaiah White (verkörpert von Marlon Wayans), ein in die Jahre gekommener Football-Veteran, ihn unter seine Fittiche nimmt.
Isaiah bringt ihn in ein abgeschottetes Trainingscamp, in dem sich bald zeigt: Hier geht es nicht nur um Fitness und Disziplin – sondern um totale Hingabe. Und zwar wortwörtlich.
Train hard. Sacrifice harder.
Der Trailer deutet schnell an, dass Him keine klassische Sportgeschichte erzählt. „Keine Pausen, kein Schlaf. Wir kämpfen“, brüllt Isaiah. Was zunächst wie motivierender Drill klingt, wandelt sich bald zu etwas Unheimlichem. Die Spieler scheinen Teil eines elitären Kults zu werden. Die Grenzen zwischen Disziplin und Wahnsinn verschwimmen – und Tyriqs Körper wie Geist geraten immer mehr aus dem Gleichgewicht.
Die Trainingssequenzen sind intensiv, fast schon brutal inszeniert, mit Anklängen an Body Horror und Sektenatmosphäre. Statt Teamgeist gibt es hier Isolation, Druck und das unausgesprochene Mantra: Nur wer alles opfert, kann gewinnen.
Starke Besetzung und düstere Ästhetik
Neben Withers und Wayans sind auch Julia Fox, Tim Heidecker und Akeem Hayes Teil des Casts. Der Look des Trailers ist düster und schwitzig, mit kalten Neonlichtern und intensiver Geräuschkulisse – ein Mix, der an Peele’s Handschrift erinnert, ohne ihn direkt zu kopieren. Die Bedrohung ist hier nicht übernatürlich, sondern tief menschlich: der unstillbare Drang, der Beste zu sein – koste es, was es wolle.
Sport trifft Wahnsinn – und das funktioniert
Him wirkt wie die dunkle Seite eines Sportfilms, irgendwo zwischen Whiplash, Get Out und The Program. Statt inspirierender Erfolgsgeschichte gibt es hier körperliche und psychische Zerstörung, verpackt in einen Horrorfilm, der sich anfühlt wie ein Fiebertraum aus Schweiß, Schmerz und Kontrollverlust.
Ob Him am Ende genauso verstört wie fasziniert, bleibt abzuwarten – aber das, was der Trailer zeigt, lässt definitiv auf einen unkonventionellen und spannenden Horrorfilm hoffen.