Gut gemacht, Google! Das Unternehmen hat offenbar sein eigenes Apple-Watch-Pendant gefunden. Die Pixel Watch 4, die noch in diesem Jahr erwartet wird, geistert bereits durch die Gerüchteküche. Google hat angeblich einige sinnvolle Anpassungen vorgenommen. Die meisten Änderungen sind jedoch minimal – vergleichbar mit den jährlichen Apple-Watch-Updates, die meist nur kleine Neuerungen bringen. Ein Upgrade lohnt sich nur selten, es sei denn, man ist ohnehin fällig. Aber ein Wechsel zu echtem kabellosem Laden bei der Pixel Watch wäre eine willkommene Verbesserung.

Laut den gut informierten Leakern 91mobiles und OnLeaks, die mit solchen Dingen schon häufiger richtig lagen, sind die Ladepins Geschichte. Die Pins, die bisher für schnelleres Laden der Pixel Watch sorgten, sollen durch eine weniger proprietäre Lösung ersetzt werden. Die Pixel Watch 2 und 3 benötigen aktuell eine magnetische Pogo-Ladehalterung – ärgerlich, wenn die Uhr fast leer ist und das spezielle Ladegerät zu Hause liegt. Auch die Suche nach einer brauchbaren 3-in-1-Ladestation für Pixel-Geräte war bisher frustrierend. Zwar empfiehlt ZDNet ein Modell eines Drittanbieters, und es gibt einen beliebten Lader auf Amazon – aber beide funktionieren nur mit den letzten zwei Pixel-Watch-Generationen. Das Entfernen der Pins könnte bedeuten, dass Google künftig auf den gängigen Qi-Ladestandard setzt – was das Aufladen deutlich vereinfachen würde. Allerdings ist selbst das keine Garantie: Auch die Apple Watch Series 10 verzichtet auf Pins, verwendet aber weiterhin ein proprietäres Ladesystem.
Laut The Verge könnten die Pogo-Pins entfallen, weil WearOS künftig energieeffizienter sei und keine zusätzliche Metallverbindung für schnelles Laden mehr benötige. Die Akkulaufzeit meiner größeren Pixel Watch 3 finde ich schon jetzt ziemlich solide – daran hatte ich also gar nicht gedacht. Wie auch immer: Konkretes werden wir erst wissen, wenn die Pixel Watch 4 offiziell vorgestellt wird. Derzeit besagt das Gerücht, dass das Gehäuse der Standardversion dicker sein soll – 14,3 mm statt 12,3 mm wie beim Vorgänger. Das könnte an einem größeren Akku oder zusätzlichen Komponenten liegen – vielleicht erhält sie ja wie die Apple Watch Series 10 einen Tiefensensor? Auch ist unklar, ob die möglichen zusätzlichen Tasten auf der Seite, wo normalerweise der Lautsprecher sitzt, wirklich Bedienelemente sind. Falls ja, hätte die Uhr insgesamt vier Tasten, wenn man die Drehkrone mitzählt. Vielleicht ist das der Grund für das sperrigere Gehäuse?
Wie gesagt: Nichts davon ist bislang bestätigt. Doch selbst wenn sich alles bewahrheitet, wären das im Vergleich zu früheren Generationen nur kleine Funktionsupdates. Aus meiner Sicht wird es schwer, das Upgrade auf die Pixel Watch 4 zu rechtfertigen – es sei denn, man braucht unbedingt die neuen Tastenfunktionen. Nächsten Monat erfahren wir voraussichtlich mehr über die Zukunft von WearOS auf der Google I/O.