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Tech

Google Gemini: Bald in einem Roboter in deiner Nähe!

DeepMind hat Gemini Robotics angekündigt – ein spezielles Modell für reale Roboter mit geschickten Händen.
Von Florence Ion Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Ich habe gerade erst herausgefunden, wie ich Gemini auf meinem Android-Gerät zum Laufen bringe – und schon kündigt Google an, dass Gemini 2.0 in echte Roboter integriert wird! In einem Blogpost erklärt das Unternehmen, dass zwei neue KI-Modelle „die Grundlage für eine neue Generation von hilfreichen Robotern“ schaffen. In den Demos sahen die Roboter fast schon aus wie Menschen!

Ein KI-Modell mit echtem Handlungsvermögen

Gemini Robotics ist ein fortschrittliches Vision-Language-Action (VLA)-Modell, das auf Gemini 2.0 basiert – also auf demselben Modell, dem ich PDFs schicke und das mir Horoskope analysiert. Doch diesmal geht es einen Schritt weiter: Neben der Fähigkeit, Fragen zu beantworten, kann es nun auch physische Aktionen als Reaktion auf Anfragen ausführen. Während Gemini auf einem Pixel-Smartphone durch Worte oder Touch reagiert, sieht ein Roboter mit Gemini 2.0 eine Anfrage als direkten Befehl zur physischen Ausführung.

Verstehen der Welt in Echtzeit

 

Das zweite neue KI-Modell heißt Gemini Robots-ER. Es ist ein Vision-Language-Modell (VLM) mit fortschrittlichem räumlichen Verständnis. Diese „verkörperte Intelligenz“ ermöglicht es Robotern, ihre Umgebung in Echtzeit zu analysieren und darauf zu reagieren. In einer Demo zeigte Google, wie ein Roboter zwischen Schüsseln mit unterschiedlichen Farben und Oberflächen unterscheiden konnte. Er erkannte zudem, welche Früchte echt und welche aus Plastik waren – und sortierte sie in die richtigen Schüsseln. In einem weiteren Beispiel verstand der Roboter, dass Müsli in einer Tupperdose für eine Lunchbox bestimmt war und entsprechend verstaut werden musste.

DeepMind macht Roboter intelligenter

Kern dieser Ankundigung ist, dass Google DeepMind Gemini als eine Art „Gehirn“ für die Robotik etabliert. Es ist verrückt zu denken, dass die KI, die dein Smartphone smarter macht, bald humanoide Roboter steuern könnte! „Wir freuen uns darauf, die Fähigkeiten unserer Modelle weiter zu erforschen und sie auf ihrem Weg zu realen Anwendungen weiterzuentwickeln“, schreibt Carolina Parada, Senior Director und Leiterin der Robotik bei Google DeepMind.

Google arbeitet mit Unternehmen wie Apptronik zusammen, um „die nächste Generation humanoider Roboter“ zu entwickeln. Das Modell Gemini Robots-ER wird auch anderen Partnern für Tests zur Verfügung gestellt – darunter Agile Robots, Agility Robots, Boston Dynamics und Enchanted Tools. Wann genau diese Roboter auf den Markt kommen, bleibt aber offen. Also keine Panik – noch nicht!

Sicherheit: Ein kritischer Punkt

Google bereitet sich natürlich schon jetzt auf die unvermeidlichen Fragen zur Sicherheit von Gemini vor. Ich selbst habe gefragt, welche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass ein Roboter keine Menschen verletzt oder durchdreht. Google erklärt, dass Gemini Robotics-ER Modelle darauf trainiert wurden, potenzielle Aktionen in einem bestimmten Kontext zu bewerten – also zu erkennen, ob eine Handlung sicher ist oder nicht. Dabei werden Frameworks wie der ASIMOV-Datensatz genutzt, der Forschern hilft, Sicherheitsrisiken in realen Szenarien zu analysieren.

Zusätzlich arbeitet Google mit Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um sicherzustellen, dass KI-Anwendungen verantwortungsbewusst entwickelt werden.

Fazit

Die Zukunft der Robotik nimmt mit Gemini Robotics und Robots-ER eine spannende Wendung. Google DeepMind bringt KI aus der digitalen Welt direkt in physische Maschinen – mit potenziell revolutionären Auswirkungen auf unseren Alltag. Wann genau wir humanoide Roboter mit Gemini-Technologie in unseren Häusern oder Büros sehen werden, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Roboter kommen!

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