Etwas Außergewöhnliches könnte am Nachthimmel bevorstehen. Eine kosmische Explosion könnte das Schweigen von Jahrzehnten durchbrechen – und ein Spektakel bieten, wie es zuletzt 1946 zu sehen war. Es handelt sich um eine sogenannte wiederkehrende Nova, die den Himmel der Nordhalbkugel erleuchten könnte. Fachleute weltweit beobachten gespannt die Anzeichen einer bevorstehenden Eruption. Bist du bereit, Zeuge eines historischen Moments zu werden?
Die wiederkehrende Nova, die den Himmel erleuchten könnte

Das Sternensystem T Coronae Borealis könnte kurz davorstehen, ein astronomisches Großereignis auszulösen. Etwa 3.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, besteht dieses Doppelsternsystem aus einem Roten Riesen und einem Weißen Zwerg, die in ständiger Wechselwirkung stehen. Das Phänomen tritt ein, wenn der Weiße Zwerg genügend Materie von seinem Begleiter aufnimmt und eine thermonukleare Explosion auslöst, die von der Erde aus sichtbar ist.
Diese Explosion wird als wiederkehrende Nova bezeichnet, da sie etwa alle 80 Jahre auftritt. Zuletzt war sie 1946 mit bloßem Auge sichtbar – und seither warten Astronom*innen geduldig auf die nächste Eruption.
Eine neue Studie der Louisiana State University in Zusammenarbeit mit der American Association of Variable Star Observers (AAVSO) legt nahe, dass der 27. März der Tag sein könnte, an dem sich der Nachthimmel dank dieses Phänomens in ein Lichtmeer verwandelt.
Hinweise auf eine bevorstehende Eruption

Auch wenn das System T CrB seit Jahrzehnten ruhig erscheint, gibt es historische Aufzeichnungen von Ausbrüchen in den Jahren 1217, 1787, 1866 und 1946. Wissenschaftler*innen verfolgen seither sorgfältig die Lichtkurve des Systems, um frühzeitige Anzeichen zu erkennen.
A Star May Explode Next Week In Once-In-80-Years Event — What To Knowhttps://t.co/01nYXBrb1c pic.twitter.com/BCFkRUx4nd
— Forbes (@Forbes) March 20, 2025
Im März 2023 wurde ein sogenannter Pre-eruption Dip festgestellt – ein Rückgang der Helligkeit, der typischerweise einer Explosion vorausgeht. Im August 2024 schien der Ausbruch unmittelbar bevorzustehen, blieb jedoch aus. In den letzten Monaten wurden jedoch erneut Helligkeitsschwankungen gemessen, die die Theorie einer nahenden Explosion stützen.
So kannst du die Explosion am Himmel beobachten
Wer dieses einzigartige Ereignis miterleben möchte, sollte wissen, wo man hinschauen muss. Das Sternbild der Nördlichen Krone (Corona Borealis) steigt etwa drei Stunden nach Sonnenuntergang im Osten auf. Es lässt sich leicht finden, indem man eine Linie zwischen den Sternen Arktur und Wega zieht – das Sternbild liegt dazwischen, in der Nähe des Kugelsternhaufens M13 im Sternbild Herkules.
Auch wenn es noch Unsicherheit über das exakte Datum gibt, empfehlen Astronom*innen, in der Nacht des 27. März besonders aufmerksam zu sein. Sollte die Explosion eintreten, könnte die Helligkeit von T CrB ausreichen, um mit bloßem Auge sichtbar zu sein – eine einmalige Gelegenheit, ein kosmisches Schauspiel ganz ohne Teleskop zu erleben.
Der Moment der Wahrheit?
Zwar können die Astronom*innen nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob das Ereignis genau am geplanten Tag stattfindet – doch die Hinweise verdichten sich. Die neuesten Messungen der AAVSO zeigen einen anhaltenden Helligkeitsabfall in den B- und V-Bändern – ein Muster, das auch dem Ausbruch von 1946 vorausging.
Wenn du bereit bist, Teil dieses einzigartigen Moments in der Geschichte der Astronomie zu werden, dann vergiss nicht, am 27. März zum Himmel zu blicken. Es könnte die einzige Gelegenheit deines Lebens sein, mit eigenen Augen zu sehen, wie ein Stern aus der Asche zurückkehrt – und die Dunkelheit mit einem gewaltigen Lichtblitz durchbricht.