Zum Inhalt springen
Angebote

Ein weißer Fleck in der Sahara verwirrt die NASA und enthüllt eine Vergangenheit, die kaum jemand erahnte

Ein Foto von der Internationalen Raumstation hat ein unerwartetes Relikt im Herzen der Sahara sichtbar gemacht. Was wie Schnee auf einem afrikanischen Vulkan aussieht, ist in Wirklichkeit ein stiller Beweis für eine einst fruchtbare, wasserreiche Landschaft – vor Tausenden von Jahren.
Von

Lesezeit 2 Minuten

Die Sahara war nicht immer trocken

Heute steht die Sahara für Trockenheit und endlose Sandflächen. Doch ein aktuelles Bild von Astronauten hat eine alte wissenschaftliche Debatte neu entfacht: War dieser Ort einst ein grünes Paradies? Im Zentrum steht ein mysteriöser „weißer Fleck“ auf einem Vulkan – keine Schneekappe, sondern ein geologisches Geheimnis, das über 5.000 Jahre zurückreicht.

Der Vulkan Emi Koussi und sein weißer Fleck aus dem All

Im Dezember 2024 fotografierten Astronauten der Expedition 72 von der ISS aus den Vulkan Emi Koussi im Tschad mit einer Nikon Z9. Auf dem Bild erscheint eine helle Fläche im Krater des höchsten Vulkans der Sahara. Obwohl sie wie Schnee wirkt – bei einer Höhe von 3.415 Metern nicht völlig ausgeschlossen – bestätigte die NASA, dass es sich um eine Salzablagerung handelt: die Überreste eines prähistorischen Sees.

Die weiße Schicht bedeckt den Boden der Caldera, etwa 745 Meter unterhalb des Gipfels. Das Salz blieb zurück, als das Wasser verdunstete – und hinterließ eine markante Spur auf dem dunklen Vulkangestein. Neben dem visuellen Kontrast liefert das Bild Hinweise auf die Klimageschichte der Region: Erosionsspuren an den Hängen zeigen, dass Wasser einst das Terrain formte – kraftvoll und beständig.

Spuren eines verlorenen Ökosystems unter den heutigen Dünen

Das Bild, archiviert unter der Bezeichnung ISS072-E-423041, gehört zu einem Programm des Johnson Space Center, das geologische Veränderungen auf der Erde untersucht. Besonders bemerkenswert ist nicht nur der Vulkan selbst, sondern auch seine Umgebung: erodierte Kanäle, ausgerichtete Vulkankegel und Senken, die einst tiefe Schluchten beherbergten.

Forschungen zeigen, dass zwischen Emi Koussi und Tarso Ahon ein komplexes Flusssystem existierte, das Wasser in mehrere Richtungen leitete. Die geologischen Spuren belegen, dass die Sahara nicht immer ein trockener Wüstenraum war – sondern eine Region mit Regen, Vegetation und zahlreichen Seen.

Der grüne Sahara-Mythos wird zur geologischen Realität

Die NASA kommt zu dem Schluss, dass diese Formationen ein überzeugender Beweis für das einstige „grüne Sahara-Zeitalter“ sind. Diese Epoche hinterließ Spuren, die so tief sind, dass man sie heute noch aus dem All erkennen kann.

Quelle: El Confidencial.

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel