Keith Young und Lisa Stephenson waren für die Entdeckung verantwortlich, die zunächst 30 im 15. Jahrhundert in Schottland und England geprägte Münzen umfasste. Später wurden fünf weitere Münzen im selben Gebiet gefunden, was die Gesamtzahl auf 35 Stück erhöhte.
Die Münzen und ihr historischer Kontext

Der Schatz enthält eine Kombination aus englischen Silbergroats und schottischen Goldmünzen, die als demys und medio demys bekannt sind. Einige der Stücke wurden während der Herrschaft von Heinrich V. (1413–1422) und Eduard IV. (1461–1483) in England ausgegeben, während andere zu den Herrschaftszeiten von Jakob I. (1406–1437) und Jakob II. (1437–1460) in Schottland gehören. Jede Münze trägt das Bild des Monarchen ihrer Zeit.
Der Groat, eine Silbermünze, die 1279 in England eingeführt wurde, hatte einen Wert von vier Pennies und wurde zu einem wichtigen Handelsgut im Mittelalter. Die schottische Demy hingegen, deren Namen vom französischen „démier“ („Hälfte“) abgeleitet wird, entsprach ungefähr der Hälfte eines englischen Goldnobels und hatte einen geschätzten Wert von neun Schillingen.
Archäologen schätzen, dass die Münzen zwischen den frühen und mittleren 1460er Jahren deponiert wurden, möglicherweise als Schutzmaßnahme angesichts der Konflikte jener Zeit.
Eine ungewöhnliche Entdeckung in Schottland

Antony Lee, Leiter der Schatzabteilung Schottlands, stellte heraus, dass es nicht ungewöhnlich ist, Schätze mit einer Kombination aus schottischen und englischen Münzen zu finden, aber es gibt nur wenige Funde aus dieser Zeit in Schottland, was diese Entdeckung besonders wertvoll macht.
Die Schatzsucher handelten korrekt, indem sie ihren Fund sofort den Behörden meldeten, was die Intervention der Schatzabteilung Schottlands und des Nationalmuseums von Schottland ermöglichte. Dank dessen konnten die Archäologen in der Region graben und den Kontext dokumentieren, in dem sich der Schatz befand.
Sobald die Analyse des Fundes abgeschlossen ist, werden die Münzen dem Ausschuss für die Zuordnung archäologischer Funde in Schottland (SAFAP) übergeben, der ihren Wert bestimmen und über ihr Schicksal entscheiden wird.
Museen, die den Schatz ausstellen möchten, müssen die notwendigen Mittel aufbringen, um die Belohnung an die Entdecker zu zahlen. Dieser Prozess, bekannt als ex gratia-Zahlung, zielt darauf ab, den Beitrag derjenigen anzuerkennen, die archäologische Funde melden, und sicherzustellen, dass diese Schätze in öffentlichen Institutionen erhalten und ausgestellt werden.
Dieser Fund stellt nicht nur ein Schlüsselelement in der Währungsgeschichte Schottlands dar, sondern auch ein Fenster in den wirtschaftlichen und politischen Kontext des 15. Jahrhunderts, das Historikern ermöglicht, den Umlauf und die Verwendung von Geld in dieser Zeit besser zu verstehen.
[Quelle: MDZ]