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Wissenschaft

Ein ferner Planet sendet beunruhigende Signale aus: Die erste reale Spur von außerirdischem Leben?

Astronomen aus dem Vereinigten Königreich haben auf dem Exoplaneten K2-18b ein Molekül entdeckt, das auf der Erde nur von lebenden Organismen produziert wird. Der Fund, der noch einer Bestätigung bedarf, öffnet eine faszinierende Tür zu einem der größten Geheimnisse des Universums: Sind wir allein?
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Seit Jahrzehnten erkunden Wissenschaftler den Kosmos auf der Suche nach Signalen, die auf Leben jenseits der Erde hinweisen. Heute könnte ein neuer Fund auf dem Exoplaneten K2-18b einen Wendepunkt darstellen. Dank des leistungsstarken James-Webb-Weltraumteleskops haben Astronomen eine Verbindung in seiner Atmosphäre identifiziert, die auf unserem Planeten nur durch biologische Aktivität erzeugt werden kann.

Ein faszinierender Biomarker entdeckt vom James Webb

Das Team unter der Leitung von Professor Nikku Madhusudhan von der Universität Cambridge hat enthüllt, dass das James-Webb-Teleskop chemische Signale von Dimethylsulfid (DMS) und Dimethyldisulfid (DMDS) in der Atmosphäre von K2-18b gefunden hat. Bemerkenswert an dieser Entdeckung ist, dass DMS auf der Erde nur von marinen Mikroorganismen wie Phytoplankton produziert wird.

Laut Madhusudhan wurde dieser Stoff seit Jahrzehnten als verlässlicher Biomarker auf Planeten mit erdähnlichen Atmosphären angesehen. Seine Präsenz auf K2-18b, das sich 124 Lichtjahre entfernt befindet, könnte eines der stärksten Zeugnisse für Leben außerhalb unseres Sonnensystems sein.

Darüber hinaus weist der Planet besondere Bedingungen auf: Er hat die 8,6-fache Masse der Erde und einen 2,6-mal größeren Radius. Er liegt in der habitablen Zone seiner Sonne, was darauf hindeutet, dass es flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche geben könnte.

Ein vielversprechender Fund, der weiterer Bestätigungen bedarf

Die angewandte Methode, bekannt als Transitspektroskopie, besteht darin, zu analysieren, wie die Atmosphäre eines Planeten das Licht seiner Sonne absorbiert, wenn er vor dieser vorbeizieht. Diese Informationen enthüllen die chemische Zusammensetzung der ihn umgebenden Gasumgebung.

In diesem Fall hat der James Webb eine mögliche Präsenz von DMS durch Beobachtung des infraroten Bereichs von eins bis fünf Mikron entdeckt. Obwohl die Entdeckung ein hohes statistisches Vertrauensniveau — genannt „drei Sigma“ — aufweist, betonen die Wissenschaftler, dass weitere Beobachtungen notwendig seien.

Madhusudhan machte deutlich: „Wir könnten vor dem ersten Signal von Leben jenseits der Erde stehen, aber es könnte sich auch um einen unbekannten chemischen Prozess handeln.“ Doch selbst diese Möglichkeit wäre ein Meilenstein, da sie zeigen würde, dass es natürliche Prozesse auf potenziell bewohnbaren Exoplaneten gibt, die wir noch nicht vollständig verstehen.

In jedem Fall treibt diese Entdeckung die planetarische Wissenschaft in neue Horizonte. Sie lädt uns ein, über unser irdisches Dasein hinauszuschauen und erneut darüber nachzudenken, welchen Platz wir im weiten Universum einnehmen.

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