Die Mission der Wissenschaftler
An Bord des ozeanografischen Schiffs Sarmiento de Gamboa hat ein Team von über 25 Wissenschaftlern des Instituto Geológico y Minero de España und des Instituto de Ciencias del Mar eine Mission mit einem klaren Ziel unternommen: herauszufinden, ob das Schmelzen der Gletscher mehr freisetzt als nur Wasser.
Alarmierende Entdeckungen
Was sie fanden, war viel alarmierender als erwartet. Auf dem Meeresboden der Antarktis entdeckten sie riesige Gasblasen, die aus dem Ozeanboden aufsteigen und sich über eine Strecke von bis zu 700 Metern Länge und 70 Metern Breite erstrecken.
Ein gefährliches Gas

Das entdeckte Material ist nichts anderes als Methan, ein Treibhausgas, das 20 bis 40 Mal so potent ist wie Kohlenstoffdioxid. Diese Verbindung, die seit der letzten Eiszeit im Eis gefangen war, entweicht jetzt aufgrund der globalen Erwärmung mit großer Geschwindigkeit.
Der Forscher Roger Urgeles beschrieb die Situation mit einem besorgniserregenden Vergleich: „Es ist wie bei einem Eisblock, der, wenn man ihm Feuer näherbringt, brennen würde.“ Das Problem ist nicht nur das Leck, sondern auch, was es auslösen könnte:
- Unkontrollierte Erhöhung der globalen Temperaturen.
- Irreversible Veränderungen der Ozeane.
- Einen Teufelskreis aus Schmelzen und Gasfreisetzung, der möglicherweise unaufhaltsam ist.
Stehen wir vor einem Punkt ohne Wiederkehr?

Diese Entdeckung bestätigt eines der größten Sorgen der Klimawissenschaft: Der Zusammenbruch der Gletscher könnte unkontrollierbare Prozesse aktivieren. Urgeles warnte: „Es ist ein Kreis, aus dem es fast unmöglich ist, herauszukommen,“ und lässt eine besorgniserregende Frage offen:
Ist dies der Beginn eines irreversiblen Wandels auf unserem Planeten?