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Tech

Diese Pixar-inspirierte Roboterlampe ist das erste Apple-Intelligence-Gerät, das ich wirklich haben will

Für alle, die Pixars Luxo Jr. lieben: Apples Ingenieure haben eine Lampe entwickelt, die sich begeistert dreht und jeden Wunsch erfüllt.
Von Kyle Barr Übersetzt von

Lesezeit 3 Minuten

Vor 39 Jahren ließen uns die CGI-Magier von Pixar glauben, dass eine gesichtslose Schreibtischlampe unglaublich ausdrucksstark und niedlich sein kann. Nun zeigt uns Apple, mit seinem Fokus auf Heimrobotik, wie so eine charmante Lampe im echten Leben aussehen könnte. Der Tech-Riese arbeitet an einer Lampe, die etwas tollpatschig wirkt, während sie versucht, auf Anfragen zu reagieren – und sie könnte das erste Apple-Intelligence-Gerät sein, das ich wirklich in meinem Leben haben möchte, mehr noch als jeden AI-Assistenten auf meinem iPhone.

Apples Machine Learning Research-Abteilung veröffentlichte letzten Monat ein relativ kurzes Forschungspapier im Arxiv-Preprint-Repository, in dem es um ein „ausdrucksstarkes und funktionales Bewegungsdesign für nicht-anthropomorphe Roboter“ geht. MacRumors entdeckte den Artikel und lud ein YouTube-Video der ausdrucksstarken Lampe in Aktion hoch. Die Lampe erinnert sofort an Pixars Maskottchen Luxo Jr. – und sie ist irgendwie genauso niedlich. Die Ingenieure gaben ihr Gestenbefehle, um sich nach vorne zu bewegen oder in eine bestimmte Richtung zu blicken. Doch anstatt sich einfach linear zu bewegen, zeigte die Lampe eine Mischung aus Verwirrung und Neugier, mit verschiedenen Zuständen von „Aufmerksamkeit“, „Haltung“ und „Ausdruck“, wie es im Papier heißt. Apple nennt dieses Konzept ELEGNT – eine holprige Abkürzung für Expressive and Functional Movement Design for Non-Anthropomorphic Robot.

Eine Lampe, die mehr als nur Befehle ausführt

Apple könnte hier einen echten Treffer landen. Ein ausdrucksstarker Roboter ist deutlich unterhaltsamer als einer, der nur stur Befehle ausführt. In einem Highlight des Videos versuchte der Roboterarm, eine Notiz zu betrachten, die er nicht erreichen konnte – und schüttelte dann enttäuscht den Kopf, während er sich mit einer AI-generierten Stimme entschuldigte. In einer anderen Szene fragte ein Nutzer die Lampe nach dem Wetter. Der Roboter blickte aus dem Fenster, sah dann zurück und nannte die Prognose (diese Bewegung war die Zeit, die die AI brauchte, um die Anfrage an ein generatives Modell zu senden und zu verarbeiten). Danach fragte der Roboter, ob er auf eine Wanderung mitkommen dürfe – und wirkte sichtlich enttäuscht, als ihm gesagt wurde, dass das nicht möglich sei.

Die Herausforderung besteht darin, eine solche Lampe funktional zu halten, während sie gleichzeitig ihre verspielte „Haltung“ beibehält. Ich erinnere mich an die Herausforderungen in The Last Guardian auf der PlayStation 4, wo die Interaktion mit dem riesigen, hundeähnlichen Wesen einerseits charmant, andererseits aber auch frustrierend war. Ein weiteres großes Fragezeichen ist, ob diese „ELEGNT“-Technologie tatsächlich die emotionale Wirkung verstärken kann, die herkömmliche, monotone AI-Assistenten oft vermissen lassen. Letztlich bleibt der Roboter ein Schauspieler – die einzige Frage ist, ob er überzeugend genug ist, dass man vergisst, dass seine Sprache und Körpersprache rein algorithmisch generiert sind.

Apple will das Smart Home revolutionieren

Es gibt bereits Spekulationen darüber, dass Apple plant, sich mit einer neuen Art von Smart-Home-Technologie vom HomePod abzusetzen. Laut aktuellen Berichten von Bloomberg arbeiten Apples Ingenieure an einem Bildschirm, der an einem Roboterarm befestigt ist. Der Arm soll den Nutzer verfolgen und freihändig auf ihn reagieren – mit AI-Unterstützung. Das Konzept klingt faszinierend, doch Kosten und Machbarkeit dürften solche Jetsons-mäßigen Zukunftstechnologien vorerst ausbremsen.

Diese ausdrucksstarken Interaktionen könnten zukünftige Smart-Home-Geräte von den vielen anderen smarten Displays auf dem Markt abheben. Apples Ingenieure zitieren in ihrer Forschung stark eine 2014 veröffentlichte Studie von Guy Hoffman und Wendy Ju in der Journal of Human-Robot Interaction. Damals wurden viele Technologietests mit der sogenannten Wizard-of-Oz-Methode durchgeführt – dabei steuert eine Person im Hintergrund den Roboter. Dank der enormen Fortschritte in Robotik und AI könnten wir bald sehen, wie diese Systeme ohne „Mann hinter dem Vorhang“ funktionieren (auch wenn offenbar niemand das Tesla-Team darüber informiert hat).

Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass Apple eine neue Smart-Home-Kamera sowie ein weiteres intelligentes Display entwickelt, um mit AI-gestützten Google-Nest-Kameras oder Amazons Echo Show zu konkurrieren. Diese neue Ausrichtung auf Smart-Home-Technologie wird den Fokus auf Apple Intelligence weiter verstärken. Gleichzeitig hofft Apple sicherlich, Kunden weiterhin in sein geschlossenes Ökosystem zu ziehen. Warum ein anderes Gerät kaufen, das möglicherweise nicht mit Apple kompatibel ist, wenn man direkt ein Apple-Produkt erwerben kann – auch wenn es wie immer zu einem Premium-Preis kommt?

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