Zum Inhalt springen
Tech

Die USA wollen Raumschiffe im Orbit bauen… und das könnte alles verändern

Ein neues Projekt der DARPA kommt der Verwirklichung eines großen Science-Fiction-Traums näher: Satelliten und Strukturen direkt im Weltraum zu bauen. Mit autonomem 3D-Druck, Montage-Robotern und sogar biologischen Ansätzen könnte diese Vision die Erforschung des Kosmos für immer verändern.
Von

Lesezeit 2 Minuten

Ein neuer Ansatz: Raumschiffe im All montieren

Seit den ersten Raumflügen war die Herausforderung immer dieselbe: die Schwerkraft mit bereits zusammengesetzten Strukturen zu überwinden. Nun schlägt DARPA eine Revolution vor. Was wäre, wenn Raumschiffe nicht mehr auf der Erde gebaut würden – sondern direkt im All? Diese Idee wird bereits mit Robotern und ultraleichten Materialien getestet und könnte ein neues Raumfahrtzeitalter einläuten.

Ein Paradigmenwechsel: Montage im Orbit

2
© Pixabay – WikiImages.

Heutige Satelliten müssen vollständig zusammengebaut und komprimiert in eine Rakete gepackt werden. Das begrenzt ihre Größe und macht jede Mission teurer. Die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) will dieses Paradigma mit dem Programm NOM4D durchbrechen: Strukturen sollen direkt im Orbit zusammengebaut werden.

In Zusammenarbeit mit Caltech und der Universität von Illinois laufen bereits Tests, bei denen ein autonomer Roboter eine ringförmige Struktur mit 1,4 Metern Durchmesser im All ohne menschliches Eingreifen errichtet. Das System verwendet ultraleichte Verbundfaserröhren und wird durch Bordkameras überwacht. Wenn alles funktioniert, könnte dieses Experiment auf Antennen mit mehr als 100 Metern Durchmesser ausgeweitet werden – eine Revolution für Kommunikation und Erdbeobachtung aus dem All.

Vom Stahl zur DNA: Der Sprung zur Biokonstruktion

3
© Pixabay – SpaceX-Imagery.

Doch DARPA geht noch weiter. Es geht nicht nur um Montage-Roboter: Auch das „Züchten“ lebender Strukturen im All wird erforscht. Inspiriert von Organismen, die wachsen, sich selbst reparieren und sich extremen Umgebungen anpassen können, untersucht das Projekt, wie man mit Zellen, Hydrogelen und biologisch anpassbaren Materialien bauen könnte.

Auf diese Weise könnten Strukturen entstehen, die mit klassischen Methoden unmöglich wären – von Kabeln für zukünftige Weltraumaufzüge bis hin zu Netzen, die Weltraummüll einfangen. Durch das Vakuum und die Mikrogravitation könnte das biologische Wachstum im Orbit zur nächsten großen Revolution der Raumfahrttechnik werden.

Von der Fantasie zur Realität

Was früher wie Science-Fiction klang, nimmt nun konkrete Gestalt an: Im Weltraum zu bauen könnte bald kein Traum mehr sein… sondern der neue Weg, die Sterne zu erobern.

Diese Geschichte teilen

Verwandte Artikel