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Die neue stille Verbündete im Büro: Was Angestellte wirklich über Künstliche Intelligenz denken

Eine Umfrage unter Tausenden von Arbeitnehmern zeigt, wie sie KI am Arbeitsplatz tatsächlich wahrnehmen. Weit entfernt von der Angst vor dem Jobverlust sehen viele darin eine Chance für ihre berufliche Entwicklung – und eine Lösung für Aufgaben, die sie am meisten hassen. Steht uns eine Revolution im Büro bevor?
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Lesezeit 2 Minuten

KI ist nicht das Schreckgespenst, das viele vermuten

Die Debatte über Künstliche Intelligenz konzentriert sich oft auf Automatisierung und Arbeitsplatzverlust. Doch die Beschäftigten selbst scheinen diese apokalyptische Sichtweise nicht zu teilen. Eine neue Umfrage zeigt: Viele betrachten KI nicht als Bedrohung, sondern als hilfreiches Werkzeug zur Steigerung der Produktivität, zur Entlastung von monotonen Aufgaben und zur Verbesserung des Arbeitsalltags.

Die produktivsten Stunden – und was sie zunichtemacht

Laut einer Studie von Grammarly und Talker Research erreichen amerikanische Angestellte ihr Produktivitätshoch montags um 11:00 Uhr. Der Tiefpunkt hingegen liegt freitags um 12:06 Uhr. Obwohl 56 % angeben, „sehr produktiv“ zu sein, müssen sie pro Woche durchschnittlich 53 Aufgaben bewältigen, die ihren Arbeitsfluss unterbrechen.

Diese Störungen führen zu mehr als dreieinhalb Stunden ineffizienter Arbeit pro Woche. Hauptursache sind wiederkehrende Aufgaben, die 44 % der Befragten als „lästig“ empfinden. Besonders stark ist diese Abneigung bei der Generation Z: 57 % geben an, Routinetätigkeiten zu verabscheuen – im Vergleich zu 42 % der Generation X.

KI: weniger Bedrohung, mehr Perspektive

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© DeltaWorks – Pixabay.

Vor diesem Hintergrund erscheint KI als willkommene Lösung. 62 % der Beschäftigten wünschen sich, sie für bestimmte Tätigkeiten einsetzen zu können. Am meisten geschätzt werden dabei ihre Benutzerfreundlichkeit (49 %), ihre Fähigkeit zum Verfassen von E-Mails (35 %) und die Unterstützung bei der Notizenorganisation (34 %).

Trotz dieses positiven Bildes glauben 50 % der Befragten, dass ihre Unternehmen noch nicht bereit für den Einsatz von KI-Werkzeugen sind. Die Generation Z zeigt sich am aufgeschlossensten (67 %), gefolgt von den Millennials (59 %) und der Generation X (45 %).

Ein Karrieremotor – kein Risiko

Spannend ist, dass die große Mehrheit KI nicht als Bedrohung sieht, sondern als berufliche Chance: 64 % glauben, dass Technologie ihnen helfen kann, sich weiterzuentwickeln, und nur 16 % empfinden sie als Gefahr. Tatsächlich sind 76 % überzeugt, dass KI in den Bürojobs der Zukunft eine Schlüsselrolle spielen wird – und erwarten, dass sie in nur drei Jahren unverzichtbar sein wird.

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