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Die große Täuschung des Establishments in Sachen Vielfalt: Unternehmen lassen Inklusion fallen, wenn sie unrentabel wird

Die gleichen Unternehmen, die vor einigen Jahren noch mit ihren Diversitätsprogrammen prahlten, werfen sie nun bedenkenlos über Bord. Amazon, Disney, McDonald's und Meta stellen sich auf die Seite von Trump in seinem Kampf gegen Inklusion und zeigen damit, dass ihre Unterstützung für Gleichberechtigung nie mehr als eine Marketingstrategie war. Ist das nun unternehmerische Heuchelei oder schlicht wirtschaftlicher Opportunismus?
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Unternehmen folgen Trumps Agenda

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Trump keine Zeit verloren und führt einen Feldzug gegen Diversität. Zu seinen ersten Maßnahmen gehörte die Abschaffung staatlicher Inklusionsprogramme und das Verbot für Beamte, ihre Pronomen in E-Mails zu verwenden. Zudem schränkte er die Teilnahme von trans Frauen im Frauensport ein und unterstrich damit seine ultrakonservative Haltung.

Obwohl diese Maßnahmen direkt nur öffentliche Institutionen betreffen, war ihr Einfluss groß genug, dass Wirtschaftsgiganten wie Disney, Amazon und McDonald’s beschlossen, in die gleiche Richtung zu gehen. Nicht, weil ihnen Trumps Werte am Herzen liegen, sondern weil sie verstehen, dass ein Widerstand gegen die neue Regierung ihnen geschäftlich schaden könnte.

Unternehmen verabschieden sich im Eiltempo von der Inklusion

Disney war eine der ersten Firmen, die sich dem konservativen Kurs anschloss. Laut einem Bericht hat das Unternehmen diese Woche seine Diversitätsprogramme gestrichen und Warnhinweise in einigen Filmen über rassistische oder problematische Darstellungen entfernt.

Amazon und McDonald’s setzten ähnliche Initiativen in ihren Arbeitsbereichen aus. Meta, das Unternehmen hinter Facebook und Instagram, ging sogar noch weiter: Es hob Beschränkungen gegen Hassrede auf und erlaubte es Nutzern, LGBTQ+-Personen als „geistig krank“ zu bezeichnen und die Präsenz von Frauen in der Arbeitswelt infrage zu stellen.

Um ihre Loyalität zu Trump zu demonstrieren, tätigten mehrere dieser Unternehmen großzügige Spenden für seine Amtseinführung, und ihre Führungskräfte nahmen privilegierte Plätze bei der Zeremonie ein.

Überzeugungen? Nein, nur Profit

© Google.

Dieser unternehmerische Kurswechsel zeigt deutlich, was viele bereits vermuteten: Die angebliche Verpflichtung zur Diversität war nie ein echtes Engagement, sondern eine kommerzielle Strategie. Solange Inklusivität ein gutes Image brachte und die Verkäufe steigerte, zeigten sich die Unternehmen begeistert von Gleichberechtigung. Doch nun, da der politische Trend das Gegenteil begünstigt, zögern sie nicht, diese Politiken aufzugeben.

Es ist nicht so, dass sie früher progressiv und jetzt konservativ wären. Sie folgen einfach dem Weg, der ihnen am meisten nützt, denn ihre wahre Priorität ist nicht Inklusion oder soziale Gerechtigkeit, sondern die Maximierung ihrer Gewinne.

Die menschlichen Kosten der unternehmerischen Heuchelei

Während die Unternehmen mit ihrem öffentlichen Image spielen, zahlen die vulnerablen Gemeinschaften den Preis für diese Veränderungen. Bürgerrechtsorganisationen haben bereits auf die Auswirkungen dieser Entscheidungen für Frauen, LGBTQ+-Personen und ethnische Minderheiten hingewiesen, die nun noch stärker Diskriminierung und Hass ausgesetzt sind.

Doch für die großen Konzerne ist das irrelevant. Wenn die Verteidigung der Diversität vor fünf Jahren Vorteile brachte, taten sie es. Wenn jetzt das Geld auf der Seite der konservativen Agenda steht, ändern sie einfach ihre Rhetorik. So einfach. So zynisch.

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