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Wissenschaft

Die dunkle Seite des Eises: Was du über Supermarkt-Becher nicht wusstest

Eine aktuelle Analyse der spanischen Verbraucherorganisation OCU hat überraschende Erkenntnisse über die gängigsten Eisbecher im Supermarkt ans Licht gebracht. Nur eine Minderheit bestand den Qualitätstest – viele enthalten hingegen fragwürdige Inhaltsstoffe. Wenn du dachtest, alle seien gleich, wird dieser Artikel deine Art, dein Lieblingseis auszuwählen, verändern.
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Lesezeit 2 Minuten

Mit der Hitze kommt das Eis – aber was steckt wirklich drin?

Sobald die Temperaturen steigen, wird Eis zum Star des Sommers. Doch wie viel wissen wir eigentlich darüber, was wir da essen? Eine neue Untersuchung der OCU hat sich die beliebtesten Eisbecher in Supermärkten vorgenommen – und ihre Ergebnisse geben Anlass, unsere Entscheidungen beim Griff ins Tiefkühlregal zu überdenken.

Ein Test, den nur wenige bestehen

Die OCU hat insgesamt 32 Eisbecher in drei beliebten Sorten untersucht: Vanille, Schokolade und Karamell. Die meisten stammten von Handelsmarken, aber auch zwei führende Marken wurden einbezogen.

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© Nick Mayer – pexels

Bewertet wurden Angaben auf der Verpackung, Nährwert, Verarbeitungsgrad sowie eine Verkostung durch Expert:innen – letztere floss mit 50 % in die Gesamtwertung ein. Das Ergebnis: Nur zehn Produkte erzielten eine akzeptable Bewertung. Gerade einmal vier konnten in Sachen Qualität überzeugen.

Zusatzstoffe verschleiern Qualitätsmängel

Im Schnitt enthielten die getesteten Eisbecher vier Zusatzstoffe. Besonders problematisch: vier häufig eingesetzte Stoffe, deren regelmäßiger Konsum laut OCU nicht empfehlenswert ist – E442, E471, E472c und die E14xx-Gruppe. Nur ein einziges Produkt kam ganz ohne Zusatzstoffe aus.

Zudem greifen viele Hersteller zu Konzentraten, Farbstoffen und Sirupen, um die minderwertigen Grundzutaten zu kaschieren. In der sensorischen Prüfung machten sich diese Tricks durch künstliche und wenig überzeugende Geschmacksnoten bemerkbar.

Milchfett auf dem Rückzug

Ein weiterer Kritikpunkt war der geringe Anteil an echtem Milchfett. Nur acht der getesteten Eisbecher enthielten ausschließlich Milch- oder Kakaofett. Die restlichen Produkte wurden mit billigeren, industriell verarbeiteten Pflanzenfetten hergestellt – eine wirtschaftliche, aber weniger natürliche Lösung.

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© Hc Digital – Pexels

Dieser Mangel an hochwertigen Zutaten erklärt auch, warum viele Eisprodukte zwar verlockend schmecken, aber kaum nahrhaft sind und oft sehr kalorienreich ausfallen.

Schokolade top, Karamell flop

Je nach Sorte gab es deutliche Unterschiede: Schokoladeneis schnitt am besten ab, sowohl im Geschmack als auch in der Gesamtwertung. Karamell hingegen war klarer Verlierer – nicht nur wegen seines künstlichen Aromas, sondern auch wegen des hohen Kaloriengehalts. Es war das energiereichste Produkt unter den drei untersuchten Sorten.

Genuss ja – aber bitte in Maßen

Eis ist per se kein gesundes Lebensmittel. Unabhängig von Sorte oder Marke enthalten die Produkte viel Zucker und Fett. Es gibt zwar bessere und schlechtere Varianten, doch insgesamt gilt: Eis sollte ein gelegentliches Vergnügen bleiben – idealerweise für besondere Momente.

Quelle: Xataka

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