Keith Young und Lisa Stephenson machten im November letzten Jahres die Entdeckung ihres Lebens in Cappercleuch, einem kleinen Dorf nahe der schottisch-englischen Grenze. Der Fund wurde jedoch erst jetzt öffentlich bekannt gegeben, nachdem er von der Scottish Treasure Trove Unit (TTU) analysiert worden war.
Der Schatz besteht aus etwa 30 Gold- und Silbermünzen aus dem Mittelalter, die unter den Herrschaften von Heinrich V. und Eduard IV. von England sowie den schottischen Königen Jakob I. und Jakob II. geprägt wurden. Experten schätzen, dass diese Münzen um das Jahr 1460 vergraben wurden – eine Zeit der Konflikte zwischen England und Schottland.
Wie reagierten die Entdecker?

Stephenson bezeichnete den Fund als „die Entdeckung ihres Lebens“, während Young erklärte, dass sie zwar bereits wertvolle Objekte gefunden hätten, aber nichts sie auf diesen Moment vorbereitet habe.
Beide meldeten den Fund sofort den Behörden und übergaben die Münzen der TTU, die nun eine detaillierte Untersuchung des Schatzes durchführt. Nach der Analyse wird der Fund vom Scottish Archaeological Finds Panel bewertet, das auch über sein endgültiges Schicksal entscheiden wird.
Was passiert mit dem Schatz?

Nach schottischem Recht haben die Entdecker Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung, die sich nach dem geschätzten Wert der Münzen richtet. Es ist möglich, dass der Schatz in Museen ausgestellt wird – eine Idee, die Young selbst unterstützte, da er sich wünscht, dass „andere ihn genießen können“.
Zusätzlich besuchte ein Team des National Museum of Scotland kurz nach dem Fund die Fundstelle und entdeckte fünf weitere Münzen, was den Wert des Schatzes weiter steigern könnte.
Ein Fund, der Geschichte schreibt
Experten betonen die enorme Bedeutung dieser Entdeckung, da mittelalterliche Münzschätze in Schottland äußerst selten sind. Die TTU lobte die schnelle Reaktion von Young und Stephenson bei der Meldung des Funds und erklärte, dass diese Entdeckung neue Erkenntnisse über die wirtschaftliche und politische Geschichte der Region im 15. Jahrhundert liefern wird.
Während Archäologen die Münzen weiter untersuchen, verfolgt die Welt mit Spannung diesen Fund, der einen neuen Blick auf die mittelalterliche Geschichte Schottlands ermöglicht.