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Wissenschaft

Der unsichtbare Faktor, der dich krank machen könnte – mehr als du denkst

Hinter vielen Krankheiten des 21. Jahrhunderts verbirgt sich ein stiller Feind, der nicht nur den Geist angreift, sondern den Körper auf unvorstellbare Weise schwächt. Ein renommierter katalanischer Chirurg identifiziert ihn als die verborgene Ursache der schwerwiegendsten Krankheiten. Worum handelt es sich – und warum hat er so großen Einfluss auf unsere Gesundheit?
Von Thomas Handley Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Was wäre, wenn der größte Feind deiner Gesundheit nicht das wäre, was du isst oder wie viel du dich bewegst, sondern etwas weitaus Unfassbareres? Dr. Manuel Sans Segarra, ein renommierter Experte für Viszeralchirurgie und aktiver Aufklärer in den sozialen Netzwerken, ist überzeugt, dass eine ebenso stille wie weit verbreitete Ursache hinter dem Anstieg schwerer Krankheiten steckt. Seine Analyse geht über das Körperliche hinaus – er verweist auf eine tief verwurzelte psychologische und soziale Ursache, die uns alle betrifft, auch wenn nur wenige sich dessen bewusst sind.

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© geralt

Stress ist nicht nur spürbar – er macht auch krank

In einem Interview mit P de Podcast äußerte sich Dr. Sans Segarra deutlich zu den heutigen Krankheiten. Aus seiner Sicht ist Stress nicht nur ein vorübergehendes oder emotionales Unbehagen, sondern ein biologischer Faktor, der das Immunsystem direkt schwächt. „Es ist bewiesen, dass eine einzige Minute intensiven Stresses zu einem Abfall der Abwehrkräfte führt, der sechs Stunden anhält“, erklärt der Arzt.

Dieser Rückgang der Immunabwehr, wenn er sich wiederholt oder über längere Zeit andauert, macht den Körper anfälliger für Infektionen, Autoimmunerkrankungen und sogar Krebs. Aber es geht nicht nur darum, Stressspitzen zu vermeiden – die wahre Gefahr besteht darin, dass wir es als normal akzeptieren, ständig in Alarmbereitschaft zu leben.

Der versteckte Preis unseres modernen Lebensrhythmus

Laut Sans Segarra schüttet der Körper bei anhaltendem Stress übermäßig viele Substanzen wie Cortisol und Katecholamine aus. Obwohl diese im Körper wichtige Funktionen erfüllen, stören sie in hohen und dauerhaften Konzentrationen das gesamte Gleichgewicht des Organismus.

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© Tara Winstead

Ego und Gesundheit: eine engere Beziehung, als du denkst

Doch Sans Segarra geht noch einen Schritt weiter. Für ihn liegt die Hauptursache des krankmachenden Stresses in einem einzigen Wort: Ego. Seiner Meinung nach sind wir in einer egozentrierten Lebensweise gefangen, in der gesellschaftliche Erwartungen, ständiger Vergleich und das Bedürfnis nach Anerkennung einen chronischen Alarmzustand fördern.

Diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist daher nicht nur ein Akt des emotionalen Wohlbefindens. Es ist eine dringende Notwendigkeit, um unsere körperliche Gesundheit zu erhalten. Ruhe zu kultivieren, selbst auferlegte Erwartungen zu reduzieren und sich mit einem menschlicheren Lebensrhythmus zu verbinden, könnte das stärkste Heilmittel sein, das wir derzeit ignorieren.

Quelle: El Periódico.

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