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Der größte Ozean des Universums: Entdeckung eines Wasserreservoirs, das 140 Billionen Mal höher ist als die Erde

Wissenschaftler haben ein Wasserreservoir im Weltraum entdeckt, das die Menge an Wasser auf der Erde um 140 Billionen Mal übersteigt. Dieser Fund stellt die aktuellen Theorien über das Universum in Frage und wirft Fragen zur Bildung von kosmischen Strukturen auf.
Von Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Die Wissenschaft überrascht uns wieder mit einem Fund, der aussieht, als stamme er aus einem Science-Fiction-Film: Ein gigantisches Wasserreservoir schwebt im Kosmos. Was für unmöglich gehalten wurde, ist Realität geworden und erschüttert unser aktuelles Wissen über das Universum. Wie kann es möglich sein, dass so viel Wasser im Weltraum existiert? Wo genau befindet sich dieses kolossale Reservoir?

Ein Ozean im Weltraum: das größte Reservoir Wasser, das jemals entdeckt wurde

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© iStock.

Ein Team von Wissenschaftlern der NASA hat ein Wasserreservoir gefunden, das der Vorstellungskraft trotzt: eine gewaltige Menge, die 140 Billionen Mal das Wasser auf der Erde ausmacht. Diese Entdeckung überrascht nicht nur aufgrund ihrer Dimensionen, sondern eröffnet auch neue Fragen zum Ursprung und zur Evolution des Universums.

Das Reservoir wurde in einem Quasar namens APM 08279+5255 entdeckt, der sich etwa 12 Milliarden Lichtjahre entfernt befindet. Dieses astronomische Objekt ist eine neu gebildete Galaxie, die ein massives Schwarzes Loch im Zentrum beherbergt. Es ist genau dieses Schwarze Loch, das genügend Energie erzeugt, um das Wasser in Form von Dampf im Weltraum zu halten.

Laut Schätzungen erstreckt sich das Wasser über einen gasförmigen Bereich, der Hunderte von Lichtjahren umfasst. Zwar ist es in einem vaporisierten Zustand, aber die Temperatur ist extrem niedrig: etwa -63 °F. Dennoch ist es bis zu fünf Mal wärmer als andere ähnliche kosmische Regionen.

Bedeutung dieser Entdeckung für die Wissenschaft

Die Entdeckung dieses enormen Wasserreservoirs stellt die derzeitigen Theorien zur Bildung kosmischer Strukturen und zum Ursprung des Universums in Frage. Bisher wurde angenommen, dass Wasser eine seltene Ressource im Kosmos sei, aber diese neue Evidenz legt nahe, dass möglicherweise große Mengen an Wasser an abgelegenen Orten verborgen sind.

Wissenschaftler haben drei Hauptforschungsrichtungen auf Grundlage dieser Entdeckung formuliert:

  • Verbreitung von Wasser im Universum: Zu verstehen, wie sich Wasser in verschiedenen räumlichen Regionen verteilt, könnte entscheidende Hinweise auf die Evolution des Universums liefern.
  • Rolle des Wassers in der Bildung kosmischer Strukturen: Zu wissen, wie Wasser die Entwicklung von Galaxien und Quasaren beeinflussen kann, könnte das Feld der Cosmologie revolutionieren.
  • Neue kosmologische Modelle: Die Entdeckung stellt traditionelle Paradigmen in Frage und zwingt dazu, viele der aktuellen Theorien über den Ursprung des Universums neu zu überdenken.

Was werden die Wissenschaftler mit dieser Information tun?

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Die Analyse dieses riesigen Wasserreservoirs hat gerade erst begonnen. Die Forscher, angeführt von Matt Bradford und Dariusz Lis, setzten hochentwickelte Technologien ein, um multiple spektrale Signaturen zu identifizieren, die die Existenz der Flüssigkeit in nie zuvor gesehenen Mengen bestätigten.

Trotz der Größe des Fundes ist es unmöglich, dieses Wasser für den menschlichen Konsum zu nutzen. Die Entfernung macht jeglichen Transportversuch unvorstellbar, aber der wissenschaftliche Wert dieser Entdeckung ist unbezahlbar.

Im Moment wird diese außergewöhnliche Menge Wasser nicht dazu verwendet, den Durst auf der Erde zu stillen, sondern dient dazu, die Geheimnisse des Universums weiter zu erforschen und alles, was wir über die Bildung von kosmischen Strukturen wissen, neu zu überdenken.

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