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Wissenschaft

Der Gipfel, der den Mars-Himmel berührt: NASA fängt einzigartiges Bild eines Vulkans ein, der aus den Wolken ragt

Ein neues Bild der Sonde Mars Odyssey zeigt Arsia Mons, einen der höchsten Vulkane des Mars, wie er über eine dichte Schicht morgendlicher Wolken hinausragt. Die Aufnahme bietet nicht nur einen beeindruckenden Anblick, sondern auch neue Hinweise auf das Klima und die Atmosphäre des Roten Planeten.
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Ein ungewöhnliches Manöver liefert ein spektakuläres Bild

Ein ungewöhnliches Manöver der Raumsonde Mars Odyssey hat eine der eindrucksvollsten Marsaufnahmen der letzten Jahre ermöglicht. Dank des THEMIS-Systems gelang es der NASA, den majestätischen Vulkan Arsia Mons zwischen Wolken aus Eiskristallen zu fotografieren. Abgesehen vom ästhetischen Reiz liefert das Bild wertvolle Informationen über atmosphärische Zyklen auf dem Mars und unterstreicht die Bedeutung neuer Beobachtungsperspektiven.

Ein Vulkan, der über den Wolken aufragt

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© NASA/JPL-Caltech/ASU.

Am 2. Mai, während des Mars-Sonnenaufgangs, drehte sich Mars Odyssey um 90 Grad, um den Horizont des Planeten zu beobachten. Dieses Manöver erlaubte es der THEMIS-Kamera, eine noch nie dagewesene Szene einzufangen: Arsia Mons, 20 Kilometer hoch, ragt über ein Meer aus gefrorenen Wolken hinaus. Dieses Phänomen steht im Zusammenhang mit dem sogenannten Aphel-Wolkengürtel – einem atmosphärischen Band, das sich bildet, wenn der Mars am weitesten von der Sonne entfernt ist.

Das Bild zeigt, wie aufsteigende Luftströmungen, die mit Wasserdampf angereichert sind, beim Aufsteigen an den Vulkanhängen abkühlen und dichte Wolken rund um den Gipfel bilden. Diese Bedingungen treten häufiger zu bestimmten Jahreszeiten auf dem Mars auf und sind für Wissenschaftler besonders interessant, da sie Aufschluss über klimatische Muster und mögliche Auswirkungen auf künftige bemannte Missionen geben können.

Mars Odyssey: Eine Veteranensonde, die weiterhin überrascht

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© JPL-Caltech.

Seit ihrem Start im Jahr 2001 ist Mars Odyssey die langlebigste NASA-Mission auf einem anderen Planeten. In den letzten Jahren hat sich ihr Auftrag weiterentwickelt und umfasst nun auch die Beobachtung des Mars-Horizonts – eine Technik, die neue Einblicke in die Atmosphäre und ihre saisonalen Schwankungen ermöglicht.

Michael D. Smith vom Goddard Space Flight Center betont, dass solche Bilder dabei helfen, signifikante Veränderungen in der Marsatmosphäre im Jahresverlauf zu erkennen. Die von der Arizona State University entwickelte THEMIS-Kamera verfügt auch über Infrarotsensoren, mit denen unterirdisches Wasser aufgespürt und die Marsmonde Phobos und Deimos untersucht werden können.

Ein technisches Meisterwerk mit visionärem Potenzial

Das Bild von Arsia Mons stellt nicht nur einen technischen Meilenstein dar, sondern zeigt auch, welches Potenzial in kreativen Erkundungsmethoden liegt. Auf einem so fernen und herausfordernden Planeten kann ein veränderter Blickwinkel mehr offenbaren, als wir je erwartet hätten.

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