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Wissenschaft

Den Feind zum Verbündeten machen: Der überraschende Ansatz zur Bekämpfung von Kinderkrebs

Ein Wissenschaftsteam hat eine unerwartete Methode entdeckt, die die Behandlung einer aggressiven Krebsform bei Kindern grundlegend verändern könnte. Anstatt die bösartigen Zellen zu zerstören, wird untersucht, wie man sie in etwas Nützliches verwandeln kann. Worum geht es bei dieser vielversprechenden Strategie? Hier erfährst du mehr.
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Lesezeit 2 Minuten

Das Neuroblastom zählt zu den gefürchtetsten Krebserkrankungen im Kindesalter – wegen seiner Aggressivität und der schweren Nebenwirkungen herkömmlicher Behandlungen. Doch ein aktueller wissenschaftlicher Durchbruch könnte neue Hoffnung bringen. Dieser Artikel stellt einen innovativen Ansatz vor, der das Gefährliche in etwas Schützendes verwandelt – und womöglich einen Wendepunkt im Kampf gegen diesen Tumor markiert.

Neuroblastom: Eine Krebsart, die die Medizin herausfordert

Das Neuroblastom ist eine seltene, aber besonders aggressive Krebsart, die vor allem Kinder unter fünf Jahren betrifft. Meist entwickelt es sich in den Nebennieren oder im Bauchraum und äußert sich durch Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Knoten im Brust-, Hals- oder Bauchbereich. Die gängigen Therapien – eine Kombination aus Chemotherapie, Operation und Bestrahlung – können das Fortschreiten der Krankheit nicht immer stoppen und hinterlassen oft kognitive Schäden bei den Überlebenden. Diese Problematik hat die Suche nach sichereren und wirksameren Alternativen angestoßen.

Der neue Ansatz: Umwandeln statt vernichten

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© Loaivat- Pexels

Ein Forscherteam aus Schweden hat das Problem aus einem neuen Blickwinkel betrachtet. Anstatt die Tumorzellen zu zerstören, verfolgten sie die Idee, diese in gesunde Nervenzellen umzuwandeln. In Laborversuchen und an Tiermodellen stellten sie fest, dass durch das Blockieren zweier Enzyme (PRDX6 und GSTP1) ein Teil der Krebszellen abstarb – und andere sich in normale, funktionsfähige Nervenzellen verwandelten. Diese Umwandlung führte bei Mäusen zu einer deutlichen Verlangsamung des Tumorwachstums.

Was jetzt kommt: Tests und offene Fragen

So vielversprechend die Ergebnisse auch sind, bis zur Anwendung in Kliniken ist es noch ein weiter Weg. In klinischen Studien muss erst geprüft werden, ob diese Therapieform bei Kindern sicher und wirksam ist – und welche Auswirkungen sie auf andere Körpergewebe haben könnte. Die Forschenden gehen zudem davon aus, dass sich dieser neue Ansatz mit bestehenden Behandlungen kombinieren ließe, insbesondere für Patient:innen, die schlecht auf herkömmliche Therapien ansprechen. Die Studie wurde von mehreren schwedischen Institutionen unterstützt und gilt als bedeutender Schritt hin zu neuen Möglichkeiten im Kampf gegen das Neuroblastom.

Quelle: Infobae.

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