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Wissenschaft

Das verborgene Geheimnis hinter dem Namen des Dachs der Welt

Wer war eigentlich der Mann, der dem höchsten Berg der Erde seinen Namen gab? Dies ist die wenig bekannte Geschichte eines walisischen Ingenieurs, der den Himalaya nie betreten hat – und dennoch dem gewaltigsten Koloss der Erde seinen Namen verlieh. Sein Vermächtnis reicht weit über eine bloße Namensgebung hinaus.
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Lesezeit 2 Minuten

Ein Koloss, der die Grenzen des Möglichen sprengt

Der Mount Everest liegt im Himalaya-Gebirge und erreicht eine Höhe von 8.848 Metern über dem Meeresspiegel. Damit ist er der höchste Berg der Erde. Seine Struktur besteht aus Kalksteinen und kristallinen Schiefern, die Millionen Jahre alt sind.

Am 29. Mai 1953 schrieben der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay Geschichte, als sie als Erste den Gipfel erreichten. Seitdem haben Tausende versucht, ihnen nachzueifern – doch nicht alle hatten Erfolg. Viele riskieren ihr Leben – und das ihrer Führer –, um den Himmel zu berühren.

Die Sherpas, die seit Jahrhunderten in dieser Region leben, verfügen über eine außergewöhnliche biologische Anpassung: Ihre Mitochondrien nutzen Sauerstoff deutlich effizienter, was ihnen das Überleben in extrem dünner Luft ermöglicht. Diese Fähigkeit macht sie zu unverzichtbaren Begleitern bei Expeditionen.

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© Hao JIN – Pexels

Der Mann hinter dem Mythos

Sir George Everest wurde 1790 in Wales geboren. Nach seiner Ausbildung als Militäringenieur trat er in den Dienst der Britischen Ostindien-Kompanie ein und verbrachte den Großteil seines Berufslebens auf dem indischen Subkontinent. Zwischen 1818 und 1843 leitete er ein monumentales Vorhaben: die trigonometrische Vermessung Indiens – zu einer Zeit ohne Satelliten oder GPS.

Während seiner Amtszeit führte er modernste topografische Instrumente ein und überwachte die Vermessung eines Meridianbogens von über 11 Breitengraden – vom Himalaya bis in den äußersten Süden Indiens. 1827 wurde er in die Royal Society aufgenommen, 1861 zum Ritter geschlagen.

Im Jahr 1865 wurde der damals als „Peak XV“ bekannte Berg zu Ehren von George Everest umbenannt – obwohl dieser nie einen Fuß auf den Berg gesetzt hatte.

Die Geschichte einer verfälschten Aussprache

Interessanterweise entspricht die heutige Aussprache von „Everest“ nicht der ursprünglichen. George selbst sprach seinen Namen „Eve-rest“ aus, wobei die erste Silbe wie „Eva“ klang – wie die biblische Figur. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich jedoch die Variante „Éverest“ oder sogar „Év-rest“ durchgesetzt, was sich deutlich vom Original entfernt.

So verbirgt sich hinter dem Namen des wohl bekanntesten Berges der Welt eine Geschichte von Wissenschaft, Entdeckungsdrang und einem bleibenden Erbe – eine Geschichte, die bei jedem Schritt Richtung Gipfel weiterlebt.

Quelle: Meteored.

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