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Bereitet sich der Supervulkan Yellowstone auf etwas vor? Ein alarmierendes neues Indiz deutet darauf hin

Eine aktuelle wissenschaftliche Entdeckung hat einen unerwarteten Wandel in der unterirdischen Aktivität des Supervulkans Yellowstone offenbart. Geologen haben eine Migration festgestellt, die alles, was wir über sein Verhalten zu wissen glaubten, verändern könnte. Was sie unter der Erde fanden, könnte weit mehr als nur eine geologische Kuriosität sein.
Martín Nicolás Parolari Übersetzt von

Lesezeit 2 Minuten

Yellowstone: Der emblematischste Supervulkan der USA

Yellowstone, der bekannteste Supervulkan der USA, steht erneut im Fokus der Wissenschaftler. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat unterirdische Bewegungen entdeckt, die nicht nur aufgrund ihrer ungewöhnlichen Natur, sondern auch aufgrund der Richtung, in die sie sich bewegen, Aufmerksamkeit erregen. Obwohl es keine unmittelbaren Anzeichen für einen Ausbruch gibt, wirft das Entdeckte neue Fragen zur Zukunft dieser kolossalen vulkanischen Struktur auf.

Ein neuer Blick unter die Erde: Technologie zur Erforschung des Unsichtbaren

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© Marie-louise Mandl/Eyeem/Getty Images.

Geologen des United States Geological Survey, zusammen mit Kollegen aus Oregon und Wisconsin-Madison, haben eine fortschrittliche Technik angewandt, um zu untersuchen, was unter der Caldera von Yellowstone vor sich geht. Diese Technik, die magnetotellurisch genannt wird, misst, wie sich das elektromagnetische Feld der Erde verhält und ermöglicht das Mapping der Leitfähigkeit in der Erdkruste.

Dank dieser Technologie konnten sieben unterirdische Regionen identifiziert werden, die Magma enthalten und in Tiefen von 4 bis 47 Kilometern reichen. Einige dieser Kammern scheinen miteinander verbunden zu sein und könnten angrenzende Bereiche speisen. Diese dreidimensionale Sicht gibt einen grundlegenden Wandel im Vergleich zu den Einschränkungen früherer Studien.

Der entscheidende Faktor: Ein Bereich wird aktiver

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© iStock.

Das Beeindruckendste an der neuen Entdeckung ist nicht nur die Menge des entdeckten Magmas, sondern auch der Ort, an dem es konzentriert ist. Die unterirdische Aktivität zeigt eine Verschiebung in Richtung Nordosten der Caldera, was auf ein neues Muster der vulkanischen Ansammlung in dieser Richtung hindeutet.

Die Forscher entdeckten, dass die Ablagerungen im Nordosten eine Kombination aus basischem Magma in den unteren Schichten und rhyolitischem Magma in den oberen enthalten. Letzteres, das hochviskos und explosiv ist, steht im Zusammenhang mit den gewalttätigsten Ausbrüchen in der geologischen Geschichte des Planeten.

Darüber hinaus schätzten sie, dass in dieser Zone zwischen 388 und 489 Kubikkilometern geschmolzenes Material eingelagert ist, eine erheblich größere Menge als in anderen Regionen der Caldera. Bislang hatten sich historische Ausbrüche eher im Süden und Westen konzentriert.

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© Nature.

Was bedeutet das für die Zukunft von Yellowstone?

Obwohl es keine unmittelbaren Anzeichen für einen Ausbruch gibt, könnte diese Verschiebung nach Nordosten auf einen tiefgreifenden Wandel in der internen Dynamik des Supervulkans hindeuten. Die Bereiche mit den höchsten Magmakonzentrationen könnten langfristig die Ursprungspunkte neuer vulkanischer Aktivitäten sein.

Diese Entdeckung ist Teil eines globalen Bestrebens, die Mechanismen von Ausbrüchen besser zu verstehen und Katastrophen durch Vorhersagen zu vermeiden. Es gibt noch viel zu erforschen, aber jetzt wissen wir, dass Yellowstone sich weiterentwickelt — und das auf unerwartete Weise.

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