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Wissenschaft

Auch wenn es Sauerteigbrot ist… bleibt es trotzdem Brot

Brot gehört für viele zum Alltag – doch selbst in seiner vermeintlich „gesündesten“ Form kann es einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Ein Endokrinologe erklärt, warum weniger Brot oft mehr Lebensqualität bedeutet. Wärst du bereit, es auszuprobieren?
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Das moderne Brot und seine unsichtbaren Folgen

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© Marcel Fiedler – Pexels

Es schmeckt gut und hat eine beruhigende Textur – doch das heutige Brot hat wenig mit dem nahrhaften Grundnahrungsmittel früherer Zeiten zu tun. Hergestellt aus hochraffiniertem Mehl, industriellen Pflanzenölen, Zuckerzusätzen und sogar chemischen Bleichmitteln, bezeichnet es der Endokrinologe Francisco Rosero als „leere Kohlenhydrate“.

Der regelmäßige Konsum liefert nicht nur Kalorien ohne Nährwert, sondern verursacht Insulinspitzen, fördert ständigen Hunger und nährt eine chronische Entzündung, die sich durch Symptome wie Völlegefühl, Müdigkeit, Heißhungerattacken und stoffwechselbedingte Beschwerden äußert.

Was passiert im Körper, wenn man Brot weglässt?

Die Vorteile sind oft schon nach wenigen Tagen spürbar: Bauchschwellung lässt nach, die Verdauung wird leichter und das Gefühl allgemeiner Trägheit verschwindet. Selbst ohne Glutenunverträglichkeit berichten viele Menschen von weniger Beschwerden und Blähungen.

Auch psychisch und neurologisch hat der Verzicht Auswirkungen. Heißhungerattacken lassen nach, weil der Zucker-Kohlenhydrat-Kreislauf unterbrochen wird. Rosero beschreibt es als den Ausstieg aus einer emotionalen Achterbahn: mehr geistige Klarheit, bessere Stimmung und weniger Angstgefühle.

Auch das Herz-Kreislauf-System profitiert: Die Reduktion entzündungsfördernder Zutaten entlastet das Herz, verbessert die Durchblutung und schützt die Gefäße – besonders bei Menschen mit metabolischen Risiken.

Bessere (und bewusstere) Alternativen

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© Ron Lach – Pexels

Traditionelles Brot – langsam fermentiert, aus Vollkorn und ohne Zusatzstoffe – ist heute zur Ausnahme geworden. Selbst Sauerteigbrot kann gelegentlich eine Option sein, wenn es frei von Ölen, Zucker und Chemikalien ist.

Rosero rät jedoch zu unverarbeiteten Kohlenhydratquellen: Maniok (Yuca), Kochbanane, Kartoffeln oder Reis in moderaten Mengen. Diese Lebensmittel respektieren die natürliche Biochemie des Körpers und belasten den Stoffwechsel deutlich weniger.

Weniger Brot – mehr Energie

Am Ende geht es nicht nur um Ernährung. Es ist eine Entscheidung für mehr Wohlbefinden, besseren Schlaf und mehr Vitalität. Und sie beginnt mit einem einfachen Schritt: „Nein“ zu einer Scheibe Brot zu sagen. Denn manchmal ist das Radikalste… das Einfachste.

Quelle: National Geographic.

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