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Wissenschaft

Atmest du durch den Mund? Dann solltest du das lesen (und es könnte dich überraschen)

Es mag wie ein unwichtiger Nebenaspekt erscheinen, aber die Art, wie du atmest, könnte deine Gesundheit, deinen Schlaf – und sogar dein Gesicht – beeinflussen. Wissenschaftler erklären, warum das Atmen durch den Mund deutlich schädlicher ist, als du vielleicht denkst… und was passiert, wenn du stattdessen durch die Nase atmest.
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Lesezeit 2 Minuten

Atmen ist etwas, das wir als selbstverständlich ansehen. Wir tun es tausende Male am Tag, ohne darüber nachzudenken. Doch was wäre, wenn genau diese Gewohnheit stille Veränderungen in deinem Körper verursachen würde? Die Wissenschaft beginnt gerade, die überraschenden Folgen einer falschen Atmung – insbesondere durch den Mund – zu erforschen, und die Ergebnisse könnten weitreichender sein, als du vermutest.

Die Nase ist kein Dekostück

Atmest du durch den Mund? Dann solltest du das lesen (und es könnte dich überraschen)
© Kampus Production – Pexels

Auch wenn es offensichtlich klingt, atmen viele Erwachsene und Kinder unbemerkt durch den Mund. Das geschieht häufig, wenn die Nase durch Allergien, eine Nasenscheidewandverkrümmung oder wiederkehrende Erkältungen verstopft ist. Der Körper greift dann auf den Mund als alternative Luftzufuhr zurück – ein Überlebensmechanismus.
Doch diese „Notlösung“ hat Konsequenzen: Der Rachen trocknet aus, wird anfälliger für die Vibrationen, die Schnarchen verursachen, und das Risiko von Atemwegsverengungen im Schlaf steigt. Laut einer in Sleep and Breathing veröffentlichten Studie atmen 70 % der chronischen Schnarcher durch den Mund – im Vergleich zu nur 27 % der Nicht-Schnarcher.

Die verborgenen Auswirkungen auf Gesicht und Schlaf

Mundatmung betrifft nicht nur die Schlafqualität. Studien zeigen, dass dieses Atemmuster, wenn es sich schon im Kindesalter etabliert, die Gesichtsstruktur verändern kann. Kinder, die durch den Mund atmen, neigen zu einem länglichen Gesicht, schmalem Gaumen, zurückliegendem Kinn, Augenringen und schlechter Körperhaltung. Außerdem wird dieser Atemstil mit einem „Zahnfleischlächeln“, schiefen Zähnen und einer abgesunkenen Nasenstruktur in Verbindung gebracht.
Und das ist noch nicht alles: Mundatmung wird auch mit dem Auftreten von Schlafapnoe in Verbindung gebracht – Atemaussetzern während der Nacht, die den Schlaf unterbrechen und die Sauerstoffversorgung des Gehirns verringern. Die Folgen: Reizbarkeit, chronische Müdigkeit und Symptome, die leicht mit ADHS verwechselt werden können.

Richtig atmen – besser leben

Atmest du durch den Mund? Dann solltest du das lesen (und es könnte dich überraschen)
© Andrea Piacquadio – Pexels

Fachleute sind sich in einem einfachen, aber kraftvollen Leitsatz einig: „Die Nase ist zum Atmen da, der Mund zum Essen.“ Nasenatmung filtert und befeuchtet die Luft, sorgt für eine bessere Sauerstoffaufnahme, verbessert die Haltung, stärkt das Immunsystem und fördert einen erholsamen Schlaf.
Die Atmung zu korrigieren ist möglich – erfordert aber Diagnose und fachliche Begleitung. HNO-Ärztinnen, Kinderzahnärztinnen und Haltungstherapeut*innen können dabei wichtige Partner sein, um diese Gewohnheit zu verändern… und damit auch deine Lebensqualität.

Quelle: Meteored.

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