Neue Gewohnheiten an der Schultafel: Schluss mit dem einfachen Menü
Das Ministerium für Soziale Rechte arbeitet an einem königlichen Erlass, der den Missbrauch ungesunder Produkte in Schulkantinen beenden soll. Der Vorschlag umfasst klare Einschränkungen für vorgekochte Gerichte wie Pizzen oder frittierte Speisen, wobei nur eine solche Mahlzeit pro Monat erlaubt ist. Die Absicht ist klar: Menüs mit mehr Obst, Gemüse und frischen Lebensmitteln zu fördern.
Die aktuellen Daten aus der ALADINO-Studie und dem Nationalen Plan für die Kontrolle der Lebensmittelkette zeigen eine besorgniserregende Situation: Die aktuellen Menüs entsprechen nicht den von Organisationen wie der WHO empfohlenen ernährungsphysiologischen Kriterien, insbesondere in Einrichtungen mit Schülern aus einkommensschwachen Familien. Konkret servieren etwa ein Drittel der Schulkantinen mehr als vier vorgekochte Gerichte pro Monat.
Was wird sich tatsächlich in den Schulkantinen ändern?
Der neue königliche Erlass wird vorschreiben, dass täglich Obst und Gemüse angeboten werden. Zudem müssen mindestens 45 % dieser Produkte saisonal sein, und 5 % des monatlichen Budgets für Lebensmittel müssen für biologische Produkte verwendet werden. Es geht dabei nicht nur um die Verbesserung der Ernährungsqualität, sondern auch um die Förderung von Nachhaltigkeit und den gleichmäßigen Zugang zu gesunder Ernährung.
Außerdem werden regionale Lebensmittel und kurze Produktionsketten priorisiert. Die Schulen müssen häufiger Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte einbeziehen und sicherstellen, dass Fleisch und Fisch anerkannten ernährungsphysiologischen Standards entsprechen.
Automaten und Cafeterien: die andere regulierte Front
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einschränkung ungesunder Produkte außerhalb der Kantine. Der Erlass wird den Verkauf von Industriebäckerei und zuckerhaltigen Getränken – einschließlich Energydrinks – in Cafeterien und Automaten einschränken. Nur Produkte, die nicht mehr als fünf Gramm Zucker pro Portion enthalten, werden erlaubt sein.
Darüber hinaus dürfen diese Automaten nicht in Bereichen aufgestellt werden, die für Kinder in der Vorschule und Grundschule zugänglich sind, noch dürfen sie Werbung jeglicher Art zeigen. Die letzten Daten sind besorgniserregend: In der Sekundarstufe entsprechen fast 70 % der Verkaufsautomaten nicht den Kriterien der WHO, und die Situation hat sich von Jahr zu Jahr verschlechtert.
Quelle: Ecoticias.