Zum Inhalt springen

Der Gedankenrekorder (1919)

Image: Internet Archive
Image: Internet Archive

Nach der Erfindung des Audions, eines Radiogeräts, das eine enorme Verstärkung von Radiowellen ermöglicht, stellte sich Gernsback vor, dass man damit die Gedanken eines Menschen aufzeichnen könnte.

Aus der Mai-Ausgabe 1919 von Elektrischer Experimentator Zeitschrift:

Der Geschäftsmann von morgen diktiert seine Korrespondenz auf dem Gedankenrekorder, während seine Stenografin, die mit seiner „Gedankenschrift bestens vertraut ist, die Korrespondenz vor ihren Augen vom Band abtippt, das durch Elektromotoren in Bewegung gehalten wird.

Gernsback stellte seine Ideen Erfindern wie Nikola Tesla, Greenleaf W. Pickard und Lee De Forest vor, die zunächst offenbar skeptisch wirkten. Doch Gernsback sagte, Tesla habe schließlich seine Meinung geändert und es könne möglich sein.

„Es besteht die Möglichkeit, dass es uns endlich gelingt, nicht nur Gedanken genau zu lesen, sondern auch jedes geistige Bild originalgetreu wiederzugeben“, soll Tesla laut Gernsback gesagt haben.

„Dies ist durch die Analyse der Eindrücke auf der Netzhaut möglich, die dafür wichtig ist und bei der Weiterleitung der Eindrücke an die Nervenzentren hilft und meiner Meinung nach auch als Indikator für die im Inneren ablaufenden mentalen Prozesse dienen kann“, fuhr Tesla fort.

Wir sehen offensichtlich alle möglichen hochmodernen Entwicklungen in der Welt der „Gedankenlesen„, aber auch das war eine Idee, die ihrer Zeit im Jahr 1919 weit voraus war.

Verwandte Artikel