Der Schlafentferner (1923)

Büroangestellte sind im Allgemeinen an das Nachmittagstief gewöhnt, in dem sie zu einem Energydrink oder einer Tasse Kaffee greifen, um den Rest des Tages zu überstehen. Doch Gernsback hatte eine besondere Idee, wie man die Leute an ihren Schreibtischen wach halten könnte: winzige Elektroschocks.
Die Idee war, dass die elektrische Energie dieses „Schlafkillers“ eine stimulierende Wirkung haben sollte, indem sie vor allem die Luft um den Arbeiter herum aufheizte. Doch das von Gernsback erdachte Gerät versetzte auch dem Stuhl derselben Person leichte Stromschläge.
Aus der Märzausgabe 1923 von Wissenschaft und Erfindung:
Der Sauerstoff sowie das Ozon, mit dem die Luft in kleinen Mengen angereichert ist, tragen zur Regeneration des Systems bei. Ein sekundäres elektrisches System versetzt die Nerven in gewisse rhythmische Schocks, die für den Patienten kaum wahrnehmbar sind. Diese werden zur Stimulation der träge gewordenen Nervenzellen eingesetzt. Man geht davon aus, dass auf diese Weise der Schlaf vollständig vermieden werden kann und wird.
Diese Schocks sollten den Arbeitern zwar nicht schaden, aber man kann sich leicht vorstellen, dass diese Erfindung sehr schnell den Bach runtergehen würde. Schließlich war sie äußerst beliebt, um den Menschen Elektroschocks in den 1920er Jahren.