Fleisch am Spieß wenden mit Dog Power

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde Fleisch oft durch Drehen eines Spießes über dem Feuer gegart. Doch das ständige Drehen des Spießes konnte ermüdend sein. Und hier kamen die Hunde ins Spiel.
Das Buch von 1853 Die illustrierte Naturgeschichte (Mammalia) von John George Wood erklärt wie der von Hunden angetriebene Drehspieß funktioniert:
An einem Ende des Spießes war eine große, runde Kiste oder ein hohles Rad befestigt, ähnlich den Drahträdern, die so oft an Käfigen angebracht sind. In diesem Rad war der Hund daran gewöhnt, seine tägliche Aufgabe zu verrichten, indem er ununterbrochen arbeitete. Da die Arbeit für einen einzelnen Hund zu groß gewesen wäre, war es üblich, mindestens zwei zu halten. Tiere für diesen Zweck zu teilen und sie dafür zu sorgen, sich in regelmäßigen Abständen gegenseitig abzulösen. Die Hunde waren in der Lage das Verstreichen der Zeit durchaus zu schätzen, und sprangen ohne Befehl aus dem Rad und zwangen ihre Gefährten, ihren Platz einzunehmen und ihren Teil der täglichen Plackerei zu erledigen.
Die oben stehende Abbildung erschien im 1799 im Buch mit dem Titel Bemerkungen zu einer Reise nach Nord- und Südwales: im Jahr 1797 von Henry Wigstead, zeigte eine Illustration eines von einem Hund angetriebenen Spießes. Und es ist klar, dass der Illustrator vermitteln wollte, wie diese arbeitssparende Erfindung den Menschen das Leben erleichtert.